Schausteller weicht Reh auf B73 aus - dann kracht's: Folgenschwerer Unfall in Hemmoor
Ein Schausteller soll einem Reh auf der B73 ausgewichen sein. Doch sein Manöver hatte Folgen. Nach dem Unfall, an dem gleich zwei Fahrzeuge beteiligt waren, musste die Fahrbahn in Hemmoor gesperrt werden.

Am Sonntagabend gegen 19 Uhr befuhr ein 56-jähriger Schausteller aus Hemmoor mit seiner Tochter als Beifahrerin mit einem Transporter samt Anhänger die B73 von Hechthausen kommend in Richtung Hemmoor. Kurz nach der Abfahrt Mühlenreihe musste er seinen Angaben zufolge einem Reh ausweichen. Dabei kam sein Fahrzeug ins Schleudern, kam nach links von der Straße ab und prallte gegen eine Leitplanke. Der mitgeführte Verkaufsanhänger für Entenangeln kippte dabei um und blieb auf der Seite quer über der Fahrbahn liegen.
Eine nachfolgende 61-jährige Autofahrerin aus Cuxhaven-Döse versuchte, mit ihrem Fiat 500 auszuweichen, konnte aber trotz Gefahrenbremsung einen Zusammenstoß mit dem Anhänger nicht mehr vermeiden. Alle drei Personen konnten selbstständig aus ihren Fahrzeugen aussteigen. Unverzüglich alarmierten nachfolgende Autofahrer die Rettungskräfte.

Nach Eintreffen von Feuerwehr und Polizei wurde die B73 voll gesperrt. Alle drei Fahrzeuginsassen wurden vom Rettungsdienstpersonal durchgecheckt. Sie blieben unverletzt und kamen mit dem Schrecken davon.
Schwierige Bergung der Fahrzeuge auf der B73
Die Bergung der Fahrzeuge erwies sich als sehr schwierig. Nun wurde zunächst das Fahrzeug der Cuxhavenerin vom Anhänger entfernt und an die Seite gestellt. Ein Versuch, den Anhänger wieder aufzustellen, misslang zunächst. Mit dem Kran eines Wingster Abschleppunternehmers und mithilfe der Feuerwehr mit Drahtseilen wurde der Anhänger deshalb vorsichtig vom Zugfahrzeug getrennt und wieder auf die Räder gestellt. Ein Teil der Ware und Utensilien fielen dabei auf die Fahrbahn. Anschließend wurde der VW-Sprinter von der Leitplanke gezogen und abgeschleppt. Auch Fiat 500 musste abgeschleppt werden. Der Anhänger war völlig zerstört und wurde zum Abtransport auf einen Trailer verladen und von der Unfallstelle entfernt.
Im Anschluss sammelte die Feuerwehr Trümmerteile und die auf der Fahrbahn verteilten Utensilien aus dem Anhänger zusammen. Danach wurde die Fahrbahn gereinigt. An den Fahrzeugen am Anhänger entstand hoher Sachschaden in bisher unbekannter Höhe. Nach über zwei Stunden wurde die Vollsperrung gegen 21.30 Uhr aufgehoben.

Im Einsatz waren etwa 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr Basbeck mit Gemeindebrandmeister Björn Müller und Stellvertreter Malte Schimmelpfennig, ein Rettungswagen der Rettungswache Hemmoor des Deutschen Roten Kreuzes und zwei Streifenwagenbesatzungen der Polizeiinspektion Hemmoor.
Von Jürgen Lange
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