Standort für "Die Reisenden" in Hemmoor erhält grünes Licht im Ausschuss
Die geplante Stahlskulptur "Die Reisenden" soll nahe des Bahnhofs in Hemmoor aufgestellt werden. Der Kulturausschuss hat dem Standort einstimmig zugestimmt. Nun muss der Stadtrat am 25. Juni 2026 die endgültige Entscheidung treffen.
Ein weiteres Kunstwerk des Hemmoorer Künstlers Frijo Müller-Belecke rückt näher. In einer Sitzung am Dienstag, 16. Juni 2026, hat der Ausschuss für Kultur und Städtepartnerschaft einstimmig empfohlen, die Skulptur "Die Reisenden" auf einem städtischen Grundstück nahe des Bahnhofs aufzustellen. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Stadtrat.
Die Empfehlung enthält mehrere Auflagen. So muss die Stahlskulptur standsicher montiert und gegen Diebstahl gesichert werden. Zudem sollen mögliche Verschmutzungs- und Verletzungsgefahren ausgeschlossen werden. Ein vorhandener Findling soll erhalten bleiben. Außerdem empfiehlt der Ausschuss, die Skulptur etwas weiter in den Hang hinein zu versetzen.

Entwurf aus dem Nachlass von Frijo Müller-Belecke
"Die Reisenden" basiert auf einem Entwurf des Hemmoorer Künstlers Frijo Müller-Belecke. Geplant ist eine etwa drei Meter lange und 1,80 Meter hohe Stahlskulptur, die möglicherweise in Rostoptik ausgeführt wird.
Bereits im Mai hatte der Geschichts- und Heimatverein die Pläne für das Kunstwerk vorgestellt. Die Skulptur zeigt einen Mann, eine Frau und ein Kind mit einem Koffer im Aufbruch. Der Entwurf stammt aus dem Nachlass des 2008 verstorbenen Künstlers, dessen Werke weit über die Region hinaus bekannt sind. In Hemmoor schuf Müller-Belecke unter anderem den "Wolf" vor der gleichnamigen Apotheke sowie den "Zementpacker". Weitere bekannte Werke stehen unter anderem in Stade, Otterndorf, Schneverdingen und Bücken.
Die Herstellungskosten liegen bei rund 10.000 Euro. Finanziert wird die Anfertigung durch eine zweckgebundene Spende der Weser-Elbe-Sparkasse an den Geschichts- und Heimatverein.

Stadtrat trifft die abschließende Entscheidung
Vor der Umsetzung sind noch weitere Arbeiten wie Fundament und Aufbau erforderlich. Auch die Sicherung spielte in den Beratungen eine Rolle. Hintergrund ist der Diebstahl der Skulptur "Zementpacker", die von Metalldieben zerstört wurde. Die neue Stahlskulptur soll deshalb besonders gegen Diebstahl gesichert werden.
Über den Standort entscheidet nun der Stadtrat in seiner Sitzung am 25. Juni 2026. Folgt das Gremium der Empfehlung des Kulturausschusses, kann das Projekt anschließend umgesetzt werden.
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