75 Einsatzkräfte der Feuerwehren, des Rettungsdienstes, der Polizei und des Energieversorgers sind über drei Stunden im Einsatz. Foto: Feuerwehr
75 Einsatzkräfte der Feuerwehren, des Rettungsdienstes, der Polizei und des Energieversorgers sind über drei Stunden im Einsatz. Foto: Feuerwehr
Feuerwehr im Einsatz

Dachstuhlbrand in Ihlienworth: Drei Bewohner verletzt - mehrere Katzen gerettet

02.11.2025

In Ihlienworth (Samtgemeinde Land Hadeln / Kreis Cuxhaven) brach ein Feuer aus, das drei Menschen verletzte und mehrere Katzen in Gefahr brachte. Der Einsatz von 75 Feuerwehrleuten war nötig, um die Flammen zu bekämpfen.

Am Freitagmorgen (31. Oktober 2025) brach in Ihlienworth-Westerende in der Küche im ersten Obergeschoss ein Feuer aus. Da die Ortswehr Ihlienworth zurzeit außer Dienst gemeldet ist, wurde die Feuerwehr Wanna alarmiert.

Bereits auf der Anfahrt der ersten Einsatzkräfte wurde ebenfalls die Ortswehr Steinau alarmiert. Die drei Bewohner retteten sich selbstständig aus dem brennenden Gebäude ins Freie, wurden vom Cuxland-Rettungsdienst betreut und im weiteren Verlauf durch den Breitschafts-Rettungswagen Land-Hadeln des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) betreut. Alle drei wurden leicht verletzt.

Unter schweren Atemschutz retteten die Einsatzkräfte mehrere Katzen aus der brennenden, stark verrauchten Wohnung. Parallel dazu bauten sie einen Löschangriff auf. Der Küchenbrand hatte sich bereits durch die Zwischenwände durch die Decke in die Balkenlage zum Dachstuhl durchgefressen. Deshalb wurden die Ortswehren Neuenkirchen und Nordleda mit Atemschutzgeräteträger und einer Drohne ebenfalls zur Unterstützung hinzu alarmiert.

Wegen der starken Rauchentwicklung werden neben den Feuerwehren Wanna und Steinau die Wehren Neuenkirchen und Nordleda zur Unterstützung nach alarmiert. Foto: Feuerwehr

Da der Brand sich in die Zwischendecke gefressen hatte, musste sie unter schwerem Atemschutz aufwändig aufgenommen werden. Zusätzlich kontrollierten die Feuerwehrleute ständig den Schornstein wegen der großen Hitzeentwicklung mit einer Wärmebildkamera.

Das Feuer hat sich durch die Decke und die Dachbalken bereits in den Dachstuhl gefressen. Foto: Feuerwehr

Atemschutztrupps rissen einen Großteil der Küche ab, öffneten Decken und Wände. Nach zweieinhalb Stunden kontrollierten die Feuerwehrleute das ganze Gebäude nochmals mit einer Wärmebilddrohne. Nachdem alle Temperaturen wieder im Normbereich gewesen waren, beendeten sie nach über drei Stunden der Einsatz beendet.

Ein Teil der Decke und der Wände sowie die Küche muss unter schwerem Atemschutz abgerissen werden. Foto: Feuerwehr

Die Wohnung ist durch das Feuer und die starke Rauchentwicklung nicht mehr bewohnbar. Es entstand hoher Sachschaden in bisher unbekannter Höhe. Die Brandstelle wurde an die Polizei übergeben, die das Haus zur Ermittlung beschlagnahmte. Die Ursache für das Feuer ist bislang unbekannt. Im Einsatz waren insgesamt 75 Einsatzkräfte der Ortswehren Wanna, Steinau, Neuenkirchen und Nordleda, der stellvertretende Abschnittsleiter Meik Kramer, Gemeindebrandmeister Tim Fritsche, die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) Cadenberge mit Atemluftflaschen, jeweils ein Rettungswagen (RTW) des Cuxland-Rettungsdienstes und der DRK-Bereitschaft Land Hadeln, die Polizei und der Energieversorger. (jl)

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