Start in Lamstedt für Cuxlands Breitband-Ausbau: 12.300 Haushalte sollen profitieren
Mit dem Startschuss in Lamstedt beginnt der weitere Ausbau des Glasfasernetzes im Landkreis Cuxhaven. Bis 2028 sollen eine fünfstellige Zahl an Haushalten profitieren und eine digitale Zukunft ohne Engpässe erleben.
Kürzlich fiel in Lamstedt der Startschuss für den weiteren Ausbau der Breitband-Versorgung im Landkreis Cuxhaven. Etwa 12.300 bislang unversorgte Haushalte im Kreisgebiet sollen schnelles Internet erhalten. Ziel ist der flächendeckende Anschluss ans Glasfasernetz bis 2028, spätestens aber bis 2030.
Beginn des durch Bundes- und Landesprogramme geförderten Ausbaus ist noch in diesem Jahr. Für die in Frage kommenden Haushalte ist der Glasfaser-Anschluss kostenlos. Ob Gebäude, die bislang nicht ans Glasfasernetz angeschlossen sind, förderfähig sind, können Eigentümer selbst feststellen, wenn sie den Cuxland-GIS-Kartendienst nutzen (www.cuxland-gis.landkreis-cuxhaven.de). Dort ist jede Adresse aufgeführt, die sich für einen Abschluss eignet.
Glasfaser-Anschlüsse werden überall dort gelegt, wo ein wirtschaftlich tragfähiger Ausbau wegen zu geringer Besiedlung nicht zu erwarten ist.
Beauftragt mit der Ausführung der Breitband-Versorgung ist das Telekommunikationsunternehmen Muenet aus Coesfeld. Muenet tritt sowohl als Glasfaser-Netzbetreiber als auch als Internet-Anbieter auf. Das Unternehmen will Interessenten Verträge anbieten. Das ist natürlich freiwillig. Wer bereits einen Vertrag mit einem Provider besitzt, kann diesen selbstverständlich behalten. Um einen kostenlosen "passiven" Hausanschluss zu erhalten, ist allerdings der Abschluss eines Gestattungsvertrages mit Muenet erforderlich.
1395 Haushalte in der Börde Lamstedt noch unversorgt
Allein in der weitläufigen, jedoch verhältnismäßigen Börde Lamstedt ist etwa die Hälfte der Haushalte noch nicht ans Glasfasernetz angeschlossen. Das gilt für rund 1395 unversorgte Adressen. "Wir bringen jetzt schnelles Internet bis ins letzte Dorf", so Samtgemeindebürgermeister Frank Springer. Für den Ausbau muss in der Börde eine 154 Kilometer lange Tiefbautrasse für das Kabel erschlossen werden. "Wir hoffen, dass wir am Ende eine 100-prozentige Breitband-Versorgung erreichen können", so Springer. Das sei auf längere Sicht ohnehin unumgänglich, da er damit rechne, dass die bestehenden Kupferkabel über kurz oder lang weichen werden. "Der Schnitt wird irgendwann kommen."
Die beginnende Ausbaukampagne ist in zwei sogenannte Lose aufgeteilt. Im ersten Los sind die Gemeinden Hagen, Beverstedt und Hemmoor enthalten, im zweiten Los die Samtgemeinden Land Hadeln und Börde Lamstedt.

Wie in allen anderen Kommunen im Landkreis wurden die Einwohner vorab durch Briefe vom Landrat sowie von den jeweiligen Verwaltungschefs informiert. Die Agentur für Wirtschaftsförderung des Landkreises Cuxhaven begleitet den Breitbandausbau als Dienstleister agiert. Muenet führt derzeit zudem Informationsveranstaltungen im Kreisgebiet über die Ausweitung der Glasfaser-Infrastruktur durch.
Meilenstein zur Verbesserung der digitalen Versorgung
Der geförderte Breitbandausbau ist für die Börde Lamstedt wie für die anderen Kommunen der Region ein großer Schritt zur Verbesserung der digitalen Versorgung. Eine Highspeed-Internetverbindung mit bis zu einem Gigabit pro Sekunde wird auf diese Weise auch für abgelegene Siedlungen keine Träumerei mehr sein.
Die Kosten für den Ausbau fallen für die Gemeinden zudem deutlich geringer aus als ursprünglich angenommen. Statt der ursprünglich geschätzten 2,1 Millionen Euro liegt der Eigenanteil der Samtgemeinde Börde Lamstedt nun bei nur noch rund 500.000 Euro. Der Ausbau wird von der EU, dem Bund, dem Land Niedersachsen sowie durch zusätzlich bereitgestellte Mittel der kreisangehörigen Kommunen und des Landkreises Cuxhaven gefördert.
Nach Ende der laufenden Vermarktungsphase ist ein Anschluss weiterhin möglich, dann aber mit deutlich höheren Kosten für die jeweiligen Haushalte.
Weitere Informationen über den Breitbandausbau im Landkreis Cuxhaven gibt es auf der Webseite muenet-glasfaser.de. Wer zusätzlich Fragen zu seinem Anschluss hat, etwa seine Adresse im GIS-Kartendienst nicht findet, kann sich per E-Mail auch an Ralf Bruns von der Agentur für Wirtschaftsförderung (r.bruns@landkreis-cuxhaven.de) oder die jeweilige Kommunalverwaltung - in der Börde Lamstedt ist das Henning von Bargen (vonbargen@boerde-lamstedt.de) - wenden.
Informationstermine
- Dienstag, 5. Mai:: Vor-Ort-Infoveranstaltung um 19 Uhr in der Stadtscheune Otterndorf, Sackstraße 4-7.
- Mittwoch, 6. Mai: Infoveranstaltung um 19 Uhr, im Gasthaus Voltmann, "Zum Schützenhof", Altbachenbruch 40, Steinau.
- Donnerstag, 7. Mai: Bürgersprechstunde von 8 bis 18 Uhr in der Stadtscheune Otterndorf.
- Donnerstag, 7. Mai: Online-Infoveranstaltung um 19 Uhr via Zoom.