Mit Maurerkelle ausgestattet, lassen Samtgemeindebürgermeister Frank Springer (4. v. l.) und Lamstedts Bürgermeister Manfred Knust (3. v. r.) die Zeitkapsel im Fundament verschwinden. Foto: Larschow
Mit Maurerkelle ausgestattet, lassen Samtgemeindebürgermeister Frank Springer (4. v. l.) und Lamstedts Bürgermeister Manfred Knust (3. v. r.) die Zeitkapsel im Fundament verschwinden. Foto: Larschow
"Demokratie leben"

Der Grundstein ist gelegt: Neuer Treffpunkt für drei Dörfer entsteht in Hackemühlen

von Tim Larschow | 26.03.2026

Mit der Grundsteinlegung in Lamstedt-Hackemühlen fällt der Startschuss für eine neue Mehrzweckanlage. Sie soll künftig Vereinen und Bürgern aus drei Ortschaften Raum für Begegnung, Veranstaltungen und gemeinschaftliches Engagement bieten.

Mit der Grundsteinlegung in Hackemühlen ist der Startschuss für ein weiteres zentrales Projekt zur Stärkung der Dorfgemeinschaft gefallen. Nachdem bereits in Nindorf eine neue "Mehrzweckanlage" das gesellschaftliche Leben neu belebt hat, soll nun auch in Hackemühlen ein Ort entstehen, der drei Ortschaften, Vereinen und Bürgern wieder Raum für Begegnung und gemeinsames Engagement bietet.

Ende August 2023 wurde im Ortsteil Nindorf eine "Mehrzweckanlage" offiziell eingeweiht, nachdem es dort infolge der Schließung einer Gastwirtschaft kaum noch Möglichkeiten für Vereine und Organisationen gegeben hatte, ihrem Hobby nachzugehen.

Anschließend konzentrierten sich Verwaltung und Politik in Lamstedt auf ein weiteres Projekt zur Stärkung der Dorfgemeinschaft. Der Gemeinderat beschloss, für den Bereich Hackemühlen Fördermittel zu beantragen, um dort einen Neubau mit einem Saal für rund 100 Personen zu realisieren - erst, nachdem es keine alternative Möglichkeit für Zusammenkünfte mehr gegeben hatte.

Nicht alle waren von Beginn an überzeugt

Dabei richteten Politik und Verwaltung ihr Augenmerk auf das EU-Förderprogramm "ZILE", das eine Förderung von bis zu 50 Prozent ermöglicht. Die maximale Fördersumme beträgt 500.000 Euro. Die Mittel werden für die "Erhaltung, Gestaltung und Entwicklung ländlich geprägter Orte zur Verbesserung der Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung" bereitgestellt.

Ende Juli 2024 gab es schließlich grünes Licht vom Amt für regionale Landesentwicklung in Lüneburg. Der Neubau soll zwar in Hackemühlen - in der Nähe des Sportplatzes - entstehen, aber auch von den Rahdenern und Ihlbeckern genutzt werden. Am Donnerstag wurde nun nach Jahren der Planung und Diskussion die Grundsteinlegung gefeiert.

In der Zeitkapsel durften neben Bauplänen und Münzen auch die aktuelle Ausgabe der NEZ nicht fehlen. Foto: Larschow

Lamstedts Bürgermeister Manfred Knust, Samtgemeindebürgermeister Frank Springer und Bautechniker Jens Junge griffen zur Maurerkelle, befüllten eine Zeitkapsel mit einer aktuellen Ausgabe der Niederelbe-Zeitung, Bauplänen und Münzen und legten sie in einen ausgehöhlten Stein. Damit fiel der symbolische Startschuss für ein Projekt, für das lange gekämpft worden war, da nicht alle von Beginn an überzeugt waren.

Ein Ort für Hochzeiten, Ratssitzungen oder Wahlen

"Man braucht Orte, an denen man zusammenkommt, miteinander spricht und gemeinsam etwas unternimmt. Das ist wichtig, wenn man Demokratie leben will", betonte Manfred Knust. Dass dies funktioniert, zeigte er am Beispiel des Neubaus in Nindorf: "Seit es das Haus gibt, ist vieles wieder in Gang gekommen, und zusätzlich ist viel Neues entstanden." Frank Springer, der das Projekt von Anfang an unterstützte, wurde mit Blick auf die Ablehnung, etwa seitens des Landkreises, noch deutlicher: "Wir in der Börde wissen genau, was wichtig für unsere Bevölkerung ist."

Knust und Springer bedankten sich bei allen, die das Projekt möglich gemacht haben, und wiesen darauf hin, dass zur Einhaltung des Kostenrahmens die Tatkraft der Bevölkerung gefragt ist. Wie bereits beim Neubau in Lamstedt-Nindorf sind auch in Hackemühlen Eigenleistungen der Bürgerinnen und Bürger im Umfang von rund 200.000 Euro vorgesehen und zugesagt.

Zukünftig werden an der Ringstraße in Hackemühlen Jubiläen und Hochzeiten gefeiert, Ratssitzungen oder Wahlen werden stattfinden und Vereine einen Ort für Veranstaltungen und Projekte haben. "Gelebte Demokratie und ein schönes Miteinander eben", schloss Manfred Knust seine Rede zur Grundsteinlegung.

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Tim Larschow

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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