Große Sanierung der Lamstedter Ortsdurchfahrt startet im Mai
Die umfassende Sanierung der Lamstedter Ortsdurchfahrt beginnt im Mai und bedeutet sieben Monate mit einigen Belastungen für Anwohner, Durchgangsverkehr und Gewerbetreibende. Im Zuge der Baumaßnahmen wird es zu Vollsperrungen kommen.
Ab Mai beginnt die Fahrbahn- und Radwegeerneuerung an der Bundesstraße 495 in Lamstedt. Die umfassende Sanierung der Ortsdurchfahrt wird etwa sieben Monate in Anspruch nehmen, in denen für die Anlieger und den Durchgangsverkehr mit einigen Belastungen zu rechnen ist.
Die Kosten für die Baumaßnahme, die von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (Geschäftsbereich Stade) geplant wird, betragen etwa 2,4 Millionen Euro. Der Abschnitt der Ortsdurchfahrt, der grundlegend erneuert und modernisiert wird, hat eine Länge von etwa 1,1 Kilometern und erstreckt sich von der Dorfmitte (Kreuzung B495/L116) bis zur Straße Auf den Schmaläckern (Wohnerlebnis Steffens). Die Arbeiten werden in fünf Abschnitten durchgeführt.
Planung zugunsten der Interessen der Gewerbetreibenden verändert und entzerrt
Ursprünglich waren nur vier Bauabschnitte vorgesehen, so Samtgemeindebürgermeister Frank Springer. Doch für den Fall hätten vor allem Gewerbetreibende entlang der Straße Bedenken geltend gemacht, dass die erforderlichen Vollsperrungen zu erheblichen Einschnitten für ihre Geschäftstätigkeit und auch zu Einbußen geführt hätten. Deshalb habe die Kommune gemeinsam mit der Straßenbaubehörde die Planung noch einmal zugunsten der Interessen der Gewerbetreibenden verändert und entzerrt.
Der Großteil der Arbeiten in den fünf Bauabschnitten muss unter Vollsperrung für den motorisierten Verkehr durchgeführt werden, insbesondere während der Asphaltierungsarbeiten. Der Geh- und Radverkehr soll während der Bauzeit in Fahrtrichtung Hemmoor auf dem linken Radweg an der Baustelle vorbeigeführt werden. Die Arbeiten dienen zur Grundsanierung der Fahrbahn mit Gosse und Entwässerung. Auch der überörtliche Geh- und Radweg auf der rechten Seite in Fahrtrichtung Hemmoor soll grundlegend modernisiert werden.
Regelung für größere Betriebe gefunden
Einige größere Betriebe an der Ortsdurchfahrt, insbesondere die Molkerei Lamstedt, sind aufgrund der Fahrzeuggrößen auf die Bundesstraße zur Ein- und Ausfahrt angewiesen. Hier seien für alle Seiten zufriedenstellende Regelungen getroffen worden, um das zu gewährleisten, so Springer. "Das haben wir gemeinschaftlich gut hinbekommen."
Während der Asphaltarbeiten ist das Befahren der privaten Grundstücke nicht möglich. Für Rettungsfahrzeuge soll jederzeit eine Durchfahrtsmöglichkeit sichergestellt werden. Der Transport von Mülltonnen zu Sammelstellen wird vertragsgemäß von der beauftragten Baufirma übernommen. Anlieferungen können während der Bauzeit nach vorheriger Abstimmung mit der Bauüberwachung und der ausführenden Baufirma erfolgen.
Querungshilfe und Fußgängerampel werden eingerichtet
Um die Verkehrssicherheit von Fußgängern und Radfahrern zu verbessern, richtet die Gemeinde zwischen den Einmündungen "Birkenweg" und "Auf den Schmaläckern" eine Querungshilfe ein. Zusätzlich ist auf Höhe der "Kleinen Straße" die Einrichtung einer Fußgängerampel vorgesehen, um an dieser Stelle vor allem Schülerinnen und Schülern eine sichere Querung der Straße zu ermöglichen.
Im Zuge der Maßnahme werden außerdem die Busbuchten bei der Tankstelle und im Bereich der St.-Bartholomäuskirche durch die Gemeinde beidseitig zu Fahrbahnrandhaltestellen erneuert. Dazu haben der Landkreis Cuxhaven eine Förderung in Höhe von 32.000 Euro und das Land Niedersachsen über die Landesnahverkehrsgesellschaft einen Zuschuss in Höhe von 195.000 Euro bewilligt.
Wöchentliche Baubesprechungen mit Anwohnern
Im Baubereich wird für die Dauer der Maßnahme ein Baubüro eingerichtet. Hier werden wöchentliche Baubesprechungen stattfinden, bei denen sich Anwohner mit Fragen oder Anliegen an die zuständigen Ansprechpartner wenden können. Die Termine werden von der Verwaltung bekanntgegeben.
Wie immer bei Bauarbeiten unterm freien Himmel hängt vieles vom Wetter ab. Witterungsbedingte Verzögerungen des Baufortschritts können nicht ausgeschlossen werden.