Initiative in der Börde Lamstedt "Für Demokratie" bringt Menschen an einen Tisch
Mit Frühstück, Gesprächen und Informationstischen wirbt die Initiative "Für Demokratie" in der Börde Lamstedt für gesellschaftliches Engagement. Das Jugendparlament und der Seniorenbeirat zeigen, warum Demokratie vom Mitmachen lebt.
"Für alle mit Herz und Verstand - Menschenwürde, Nächstenliebe, Zusammenhalt" - und der Aufruf "#Wählen": die Begriffe auf einem großen Banner im Bördehuus gaben die Richtung für ein besonderes Frühstück am Sonnabend (27. Juni 2026) vor.
Bei Brötchen, Kaffee und Gesprächen kamen Menschen verschiedener Generationen zusammen. Eingeladen hatte die Initiative "Für Demokratie". Tim Mehrtens begrüßte die Gäste und erinnerte daran, dass Demokratie von Menschen lebe, die Verantwortung übernehmen. "Und auch die Börde tut das", sagte er mit Blick auf das vielfältige ehrenamtliche Engagement in der Region. Musikalisch begleitete Johannes Esselborn den Vormittag. Bevor er seine englischsprachigen Lieder sang, erläuterte er jeweils kurz deren Botschaft.

Veränderungen des gesellschaftlichen Klimas auch in der Börde spürbar
Auch Lamstedts Bürgermeister Manfred Knust nahm an der Veranstaltung teil. Er betonte, dass Demokratie vom Austausch lebe und man über sie sprechen müsse. Er unterstrich, dass es sich nicht um eine Wahlveranstaltung handele. Mit Blick auf die Kommunalwahl am 13. September appellierte er dennoch an die Gäste, demokratische Parteien zu wählen.
Die Initiative "Für Demokratie" gründete sich im November 2025. Viele ihrer heute rund 15 Mitglieder engagierten sich zuvor bereits im Willkommenskreis der Flüchtlingshilfe. Schon damals hätten sie deutlich wahrgenommen, dass sich das gesellschaftliche Klima verändere und diese Entwicklung auch in der Börde spürbar geworden sei. Aus dem Wunsch heraus, demokratische Werte sichtbar zu machen, entstand schließlich die Initiative.

Im Mittelpunkt des Vormittags standen außerdem das Jugendparlament und der Seniorenbeirat der Börde. Tim Mehrtens sprach mit der Vorsitzenden Katharina und dem Vorsitzenden Joschua über die ersten Monate des Jugendparlaments. Rund 20 Prozent Wahlbeteiligung habe es bei der ersten Wahl gegeben - ein gutes Ergebnis für den Start. Bereits in der kommenden Woche soll die Geschäftsordnung verabschiedet werden. Anschließend stellte Werner Krause die Arbeit des Seniorenbeirats vor. Der Vorsitzende lebt seit 51 Jahren in Lamstedt und engagiert sich seit vier Jahrzehnten ehrenamtlich. Zum Januar 2027 wird der Seniorenbeirat neu gewählt. Werner Krause hofft auf weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter.

Demokratie - mehr als der Gang zur Wahlurne
Für die Initiative bleibt die wichtigste Botschaft des Vormittags klar: Demokratie erschöpft sich nicht im Gang zur Wahlurne. "Demokratie heißt nicht nur, in eine Partei einzutreten - wir brauchen auch Engagement und anderes Ehrenamt", betonen die Organisatoren.
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