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Am Standort in der Schützenstraße plant die Samtgemeinde Börde Lamstedt die Erweiterung der Grundschule durch einen Neubau, um an diesem Ort alle vier Jahrgangsstufen zentral im Ganztagsbetrieb beschulen zu können. Foto: Rohde
Am Standort in der Schützenstraße plant die Samtgemeinde Börde Lamstedt die Erweiterung der Grundschule durch einen Neubau, um an diesem Ort alle vier Jahrgangsstufen zentral im Ganztagsbetrieb beschulen zu können. Foto: Rohde
Bauvorhaben

Planung für Erweiterung der Grundschule Börde Lamstedt geht in die nächste Phase

von Ulrich Rohde | 19.08.2026 Zuletzt aktualisiert: 19.08.2026 12:29 Uhr

Lamstedt plant die Zentralisierung der Grundschule, um moderne Lernbedingungen für den Ganztagsbetrieb zu schaffen. Der Samtgemeinderat entscheidet über die nächste Planungsphase und die Vergabe an ein Fachbüro.

Die Planungen für die Erweiterung der Grundschule Börde Lamstedt gehen in die nächste Phase, genau genommen die "Planungsphase 0". Auf seiner Sitzung am 3. September soll der Samtgemeinderat über den weiteren Fortgang des Vorhabens und die Einleitung eines Vergabeverfahrens zur Auswahl eines Fachbüros entscheiden.

Alle Kinder an einem zentralen Schulstandort

Nachdem bereits die Außenstelle der Grundschule in Mittelstenahe geschlossen worden ist, steht perspektivisch die vollständige Zentralisierung des Schulstandortes in der Lamstedter Schützenstraße an. Noch werden Kinder in der Außenstelle in Armstorf beschult. Die Erst- und Zweitklässler besuchen die Grundschule am Standort Goosherweg, während die Dritt- und Viertklässler am Standort in der Schützenstraße untergebracht sind. Beide Außenstellen sollen aufgelöst werden, sobald der zentrale Schulstandort fertiggestellt ist. Neben baulichen Aspekten und den Entfernungen zwischen den Standorten sind es vor allem die Erfordernisse der zum Schuljahresbeginn eingeführten Ganztagsschule für die 1. Jahrgangsstufe, die nach und nach alle Jahrgangsstufen der Grundschule einschließen wird. Eine Grundschule im Ganztagsbetrieb mit Außenstellen zu betreiben, ist nicht möglich, da die Versorgung und Betreuung der Kinder bis in den Nachmittag mit dem zur Verfügung stehenden Personal an drei Schulstandorten nicht gewährleistet werden kann.

Ursprünglich war angedacht, die Erweiterung der Grundschule mit den Planungen des Landkreises zur Erweiterung der benachbarten Oberschule zu verbinden. Doch die zeitliche Planung für dieses Vorhaben passt nicht zu den Prioritäten der Samtgemeinde, deren Ziel es ist, die Grundschule schnellstmöglich zu zentralisieren, um alle Jahrgänge zusammenzuführen. Ein gemeinsames Projekt könnte aber weiterhin der Bau einer Mensa werden, die sowohl von den Grundschulkindern als auch von Schülerinnen und Schülern der Oberschule Am Hohen Rade genutzt werden könnte.

Landkreis ist Eigentümerin des Schulgrundstücks

Das Schulgebäude an der Schützenstraße befindet sich auf einem Grundstück des Landkreises. Die Samtgemeinde ist Mieterin. Laut Samtgemeindeverwaltung habe der Landkreis jedoch grundsätzlich keine Bedenken gegen eine Erweiterung der Schule und würde die dafür erforderliche Fläche vor dem bestehenden Gebäude zur Verfügung stellen. Gleichwohl seien sämtliche Planungsschritte mit dem Landkreis als Grundstückseigentümerin abzustimmen.

Inzwischen hat eine Beratungsgesellschaft Planungsskizzen in unterschiedlichen Varianten für die Erweiterungsbauten erarbeitet, die bestätigen, dass die Erweiterung auf dem vorhandenen Grundstück grundsätzlich möglich ist. Im Neubau sollen die Kinder der ersten und zweiten Klassen untergebracht werden, während im Altbau weiterhin die dritten und vierten Klassen unterrichtet werden würden.

Moderne Bedingungen zum Lernen und Arbeiten schaffen

Ziel ist es, einen Schulstandort mit modernen Lern- und Arbeitsbedingungen zu schaffen. Flexible Raumstrukturen, Differenzierungs- und Rückzugsmöglichkeiten, die Vorgaben aus dem Ganztagsbetrieb und nicht zuletzt ausreichende Außenflächen gilt es dabei zu berücksichtigen. Jetzt wird es darum gehen, das Gebäude konkret auszugestalten, das Raumprogramm und die bauliche Umsetzung in der anstehenden Planungsphase umzusetzen. Pädagogische Anforderungen sollen dabei ebenso berücksichtigt werden wie die organisatorischen Abläufe des Schulbetriebs sowie die Einbettung der Kreisplanung für die Oberschule hinsichtlich des Mensabaus. Die weiteren Schritte sollen in enger Abstimmung mit der Schule und dem Arbeitskreis erfolgen.

Nach dem Beschluss des Samtgemeinderates am 3. September wird die Verwaltung Fachbüros ermitteln und die Vergabe vorbereiten, damit die Objektplanung sowie die Kosten- und Terminplanung für die Erweiterung der Grundschule weiter voranschreiten kann.

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Ulrich Rohde

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