Land Hadeln vor politischem Neustart: Wer künftig zusammenarbeitet
Wer führt künftig Regie im Samtgemeinderat Land Hadeln? Vor der konstituierenden Sitzung stehen zwei Gruppen fest: CDU und FDP sowie SPD und Bürgerliste. Die Grünen bleiben eigenständig. Eine eigene Mehrheit hat keines der Bündnisse - bisher.
Der neue Samtgemeinderat Land Hadeln nimmt seine Arbeit auf. Am Dienstag, 3. November, um 19 Uhr kommt das Gremium im Dörphuus Nordleda zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Dabei stehen zahlreiche Formalien und Personalentscheidungen, die Wahl des Ratsvorsitzenden und die Besetzung der Fachausschüsse auf der Tagesordnung. Die spannendste Frage dürfte allerdings sein: Wer arbeitet künftig mit wem zusammen - und welche Mehrheiten ergeben sich im neuen Rat?
Nach der Kommunalwahl am 13. September haben sich die Kräfteverhältnisse im Samtgemeinderat deutlich verändert. CDU und SPD mussten Verluste hinnehmen, während die AfD kräftig zulegte. Erstmals sind auch die Linke und die Bürgerliste Land Hadeln (BLH) vertreten. Insgesamt gehören dem neuen Rat 33 Mitglieder an. Die CDU stellt 13, die SPD elf, die Grünen drei, die Linke und die AfD jeweils zwei sowie FDP und BLH jeweils einen Vertreter.
CDU und FDP setzen ihre Zusammenarbeit fort
Inzwischen zeichnen sich erste Bündnisse ab. Wie Michael Merz, Vorsitzender des CDU-Samtgemeindeverbandes Land Hadeln, mitteilt, haben CDU und FDP erneut eine gemeinsame Gruppe gebildet. Zusammen verfügen sie über 14 Sitze. Gruppensprecher soll der bisherige Ratsvorsitzende Patrick Pawlowski (CDU) aus der Wingst werden, sein Stellvertreter Andreas Dyck (CDU) aus Cadenberge. Ob sich der Gruppe weitere Ratsmitglieder anschließen, ist noch offen. "Wir sind weiter in Gesprächen", sagt Merz. Für Montag, einen Tag vor der konstituierenden Sitzung, sei ein weiterer Gesprächstermin vereinbart.
Auch auf der anderen Seite gibt es bereits eine Vereinbarung: Die SPD bildet gemeinsam mit der Bürgerliste Land Hadeln eine Gruppe, wie SPD-Fraktionsvorsitzender Malte Hinck bestätigt. Das Bündnis kommt auf zwölf Sitze.
Überraschend ist dagegen die Entscheidung der Grünen, sich keiner Gruppe anzuschließen. "Wir haben uns bewusst dafür entschieden, als eigenständige Fraktion zu arbeiten, um unser grünes Profil weiter zu schärfen und unsere politischen Schwerpunkte klar vertreten zu können", erklärt Jannis Burda. Zugleich betont er, dass die Grünen an einer konstruktiven und sachorientierten Zusammenarbeit mit den anderen demokratischen Fraktionen interessiert seien. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schließen sie ausdrücklich aus.
Sollte es bei diesen Konstellationen bleiben, hätte keine der gebildeten Gruppen eine eigene Mehrheit. Dafür wären im 33-köpfigen Rat mindestens 17 Stimmen erforderlich.
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