Die Stadt Geestland und die Börde Lamstedt wollen mit einer gemeinsamen Resolution erreichen, dass das Land Niedersachsen zwischen Mittelstenahe und Lintig an der L116 einen Radweg baut. Foto: Hendrik Schmidt / dpa
Die Stadt Geestland und die Börde Lamstedt wollen mit einer gemeinsamen Resolution erreichen, dass das Land Niedersachsen zwischen Mittelstenahe und Lintig an der L116 einen Radweg baut. Foto: Hendrik Schmidt / dpa
Gemeinsame Resolution an das Land

Stadt Geestland und Börde Lamstedt wollen Radwegebau an der L116

von Ulrich Rohde | 10.03.2026

Die Stadt Geestland und die Börde Lamstedt fordern vom Land Niedersachsen den Bau eines Radwegs an der L116. Dieser soll die Verkehrssicherheit erhöhen und die Mobilität in der Region stärken. Eine Resolution soll das Projekt vorantreiben.

Dringender Handlungsbedarf besteht aus Sicht der Stadt Geestland und der Samtgemeinde Börde Lamstedt für den Bau eines Radweges von Mittelstenahe nach Lintig. Mit einer gemeinsamen Resolution wollen sie das Land Niedersachsen dazu auffordern, den Bau des Radweges an der Landesstraße 116 in die Wege zu leiten.

Räte entscheiden über Verabschiedung der Resolution

Die Resolution wird zunächst am Donnerstag im Ausschuss für Digitalisierung und Tourismus des Samtgemeinderates beraten. In der Samtgemeinderatssitzung am 4. Juni soll dann die Politik darüber abstimmen. Parallel dazu wird die Stadt Geestland die Resolution in ihren Gremien behandeln. Ziel ist die Aufnahme des Neubaus des Radweges in den Bedarfsplan des Landes Niedersachsen für den Neu- und Ausbau von Radwegen an Landesstraßen.

Für die beiden Kommunen stellt die L116 zwischen Mittelstenahe und Lintig (über Moorausmoor) einen wichtigen Abschnitt im regionalen und überregionalen Radwegenetz dar, der bislang ohne Radweginfrastruktur auskommen musste. Der Abschnitt verbindet wesentliche Teile des Radwegenetzes und bietet eine mögliche durchgehende Radwegeverbindung von Bremerhaven bis zur Elbfähre in Wischhafen. Sowohl für den Alltagsverkehr, den Schülerverkehr als auch für den touristischen Radverkehr spiele die Verbindung eine wichtige Rolle.

Große Bedeutung für die 
Verkehrssicherheit

Die Verwaltungen beider Kommunen kamen nach Gesprächen zu dem Ergebnis, dass dringender Handlungsbedarf bestehe, diesen Abschnitt mit einem straßenbegleitenden Radweg zu versehen und die Strecke zu einem Bestandteil des regionalen Radwegenetzes zu machen. Der Radweg wäre auch hinsichtlich der Verkehrssicherheit von Radfahrern von immenser Bedeutung. Die derzeitige Situation auf der Landesstraße führe zu einer hohen Gefährdung von Radfahrern und erschwere den Umstieg auf das Fahrrad als Verkehrsmittel. Der Neubau eines Radweges würde die Sicherheit für Radfahrer erheblich verbessern und gleichzeitig den Verkehr für andere Verkehrsteilnehmende entlasten.

Aus diesem Grund streben die Börde und Geestland gemeinsam die Aufnahme des Neubaus eines Radweges entlang der Strecke als vorrangige Maßnahme in den nächsten Bedarfsplan des Landes Niedersachsen für den Neu- und Ausbau von Radwegen an Landesstraßen an. Die Maßnahme sollte vorrangig gefördert werden, um einen Lückenschluss im überregionalen Radwegeverkehrsnetz zu erreichen.

Mobilität verbessern und 
Lebensqualität erhöhen

In den letzten zehn Jahren sei zudem kein einziger Radweg entlang einer Landesstraße im Landkreis Cuxhaven ausgebaut worden. Der Radweg von Mittelstenahe nach Lintig hätte für die Verbesserung der regionalen Mobilität und die Erhöhung der Lebensqualität für Bürgerinnen und Bürger in den Kommunen erhebliche Bedeutung. Die Stadt Geestland und die Samtgemeinden Börde Lamstedt seien davon überzeugt, dass der Neubau eines Radweges entlang der L116 nicht nur die Verkehrssicherheit erhöhen werde, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Förderung der nachhaltigen Mobilität und des regionalen Tourismus leiste. Durch die enge Zusammenarbeit und die gemeinsame Antragstellung soll sichergestellt werden, dass das Projekt sowohl auf kommunaler als auch auf Landesebene die notwendige Unterstützung erhält.

Abstimmungsgespräch mit Straßenverkehrsbehörde

Die gemeinsame Resolution der Börde Lamstedt und der Stadt Geestland diene dazu, den politischen Willen zur Förderung des Projektes zu dokumentieren. Sie soll Grundlage für die Antragstellung beim Land Niedersachsen sein und den Handlungsbedarf aufzeigen, um für eine Aufnahme des Projektes in den Bedarfsplan zu sorgen. Anfang Dezember vorigen Jahres fand dazu bereits ein Abstimmungsgespräch mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsstelle Stade, und der Stadt Geestland statt.

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