Mordkommission ermittelt nach Schüssen in Buxtehude - neue Details zur Tat (Update)
Schüsse in einem Wohn- und Geschäftshaus und ein schwer verletzter Mann: Nach der Gewalttat in der Buxtehuder Bahnhofstraße laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Die Polizei hat inzwischen eine Mordkommission eingerichtet.
Am Montagabend (1. Juni 2026) sind in Buxtehude mehrere Schüsse gefallen. Ein Großaufgebot der Polizei war vor Ort. Der Täter ist weiterhin flüchtig. Neues gibt es zum Gesundheitszustand des Opfers.
Gegen 11 Uhr teilte Polizeisprecher Matthias Bekermann dem Stader Tageblatt mit, dass das Opfer laut Angaben der Ärzte "außer Lebensgefahr, aber weiterhin in einem kritischen Zustand" sei. Bei der Polizeiinspektion Stade wurde am Dienstagmorgen (2. Juni 2026) eine Mordkommission eingerichtet.
Die Hintergründe der Bluttat sind offen, die Polizei hält sich mit Blick auf die Fahndung und die Ermittlungen zurück. Zeugen am Tatort berichteten den Beamten, dass sich mehrere Personen zu Fuß entfernt hatten.
Mann in Neu Wulmstorf festgenommen
Gegen 21.15 Uhr wurde ein 42-jähriger Mann in Neu Wulmstorf von der Polizei festgenommen. Die Ermittler prüfen nun einen möglichen Zusammenhang mit der Tat in Buxtehude. Seine genaue Beteiligung ist derzeit noch unklar und Teil der laufenden Ermittlungen. Der Täter ist weiterhin flüchtig, so Polizeisprecher Matthias Bekermann am Dienstagnachmittag.
Rückblick: Am Montagabend, um 19.15 Uhr, sind in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Bahnhofstraße in Buxtehude mehrere Schüsse gefallen. In dem Wohnkomplex oberhalb der Läden von Tedi und Woolworth ist ein 42-jähriger Hamburger lebensgefährlich verletzt worden.
Fahndung nach dem Täter läuft auf Hochtouren
Das Opfer hatte sich blutüberströmt vor die Tür geschleppt, Einsatzkräfte kümmerten sich um den Mann. Laut Polizeisprecher Matthias Bekermann wird er derzeit intensivmedizinisch betreut.
Der mutmaßliche Täter ist flüchtig. Die Polizei sperrte den Buxtehuder Tatort ab. Beamte mit Schutzausrüstung und Maschinenpistolen waren im Einsatz. Neben Kräften der Polizeiinspektion Stade unterstützten auch Beamte aus umliegenden Dienststellen. Es läuft eine weiträumige Fahndung.

Die Verfügungseinheit stürmte in der Nacht auf Dienstag, gegen 0.54 Uhr, die Wohnung. Die Einsatzkräfte durchsuchten die Räume, um festzustellen, ob sich der mutmaßliche Täter dort versteckt hielt. Allerdings fand die Polizei die Wohnung leer vor. Welche Rolle die Wohnung im dritten Oberschoss spielt, ist noch vollkommen offen. Um 1.05 Uhr legte die Spurensicherung los.
Das Spezialeinsatzkommando (SEK) kam nicht mehr zum Einsatz. Weitere Angaben wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht machen. Hinweise nimmt die Buxtehuder Wache unter der Telefonnummer (0 41 61) 64 71 15 entgegen.
Verletzter wird in Hamburger Klinik betreut
Der lebensgefährlich Verletzte wurde zunächst ins Buxtehuder Krankenhaus eingeliefert. Nach Tageblatt-Informationen wurde er noch in der Nacht in eine Klinik nach Harburg verlegt. Diese wird von der Polizei gesichert. Zahlreiche Mitglieder der Großfamilie und Freunde des Verletzten hielten sich in der Nacht vor der Klinik auf. Sie blieben laut Polizei friedlich.

Die Bahnhofstraße war am Montagabend zeitweise komplett gesperrt, der ÖPNV wurde weiträumig umgeleitet. Nach der Stürmung der Wohnung wurde nur noch der Fuß- und Radweg im Bereich des Eingangs für die Hausnummern 27 bis 31 gesperrt. Die Absperrung wurde am Morgen aufgehoben. Die ganze Nacht über war die Spurensicherung im Einsatz. Die Wohnung wurde versiegelt. Weitere Befragungen laufen, so Bekermann.
Von Björn Vasel
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