In der Cafeteria des Krankenhauses Otterndorf gibt es neuerdings eine offene Demenzsprechstunde für Betroffene, Angehörige und Freunde.
In der Cafeteria des Krankenhauses Otterndorf gibt es neuerdings eine offene Demenzsprechstunde für Betroffene, Angehörige und Freunde.
An der Klinik

Kostenlose Beratung: Neue Demenzsprechstunde im Krankenhaus Land Hadeln in Otterndorf

von Wiebke Kramp | 07.01.2026

Ein neues Beratungsangebot im Krankenhaus Land Hadeln in Otterndorf verspricht Unterstützung für Demenzbetroffene und ihre Familien. Die offene Sprechstunde bietet Raum für Fragen und individuelle Beratung, um den Alltag besser zu bewältigen.

Für an Demenz Erkrankte, ihre Freunde, Bekannte und Angehörige gibt es ein neues Beratungsangebot. Das Krankenhaus Land Hadeln in Otterndorf kooperiert dazu mit dem Demenzstützpunkt Cuxland.

Jeden Montag gibt es künftig in der Cafeteria der Klinik von 8 bis 12 Uhr eine offene Demenzsprechstunde für alle Interessierte. Das Angebot ist kostenfrei, neutral und bedarf keiner Anmeldung.

Der Demenzstützpunkt Cuxland ist im Regionalen Versorgungszentrum (RVZ) in Nordholz angesiedelt, die Leitung obliegt Friederike Baumgärtner, gelernte Arzthelferin und studierte Gesundheitsmanagerin. Da es bisher im Land Hadeln keine Anlaufstelle gibt, ist sie zuversichtlich über das neu geschaffene, niedrigschwellige Angebot, das von Insa Haberts gegeben wird, die ausgebildete Krankenschwester und Palliativstützpunktkoordinatorin ist.

Demenz ist keine eigenständige Krankheit, die nicht nur alte Menschen betrifft. Der Begriff fasst eine Gruppe von Symptomen zusammen, die auftreten, wenn Gehirnzellen nicht mehr richtig arbeiten und das kognitive Vermögen nachlässt. Häufigste und bekannteste Demenzerkrankung ist die Alzheimer-Krankheit.

"Wer besorgt ist, findet bei uns ein offenes Ohr. Wir können mehr Zeit spenden, als es vielfach im Alltag von Arztpraxen möglich ist", erläutert Demenzstützpunktleiterin Baumgärtner - egal ob Anfangsverdacht bei einem selbst oder Sorge um liebe Freunde. Vorsorge sei bei der Beratung ebenso ein Thema, wie auch die häusliche Versorgung, wenn die Krankheit eingetroffen ist. "Wir unterstützen dann dabei, das Zuhause gut auf die Beine zu stellen, damit man dort möglichst lange selbstbestimmt leben kann", unterstreicht die Fachfrau. Dazu gehöre immer, diverse Hilfsangebote aufzuzeigen und mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Immer werde dabei auf die individuelle Situation der betreffenden Familie geschaut, um zu schauen, welche weiteren Schritte vonnöten sind oder welche Hilfsangebote wahrgenommen und Maßnahmen getroffen werden können.

Das Spektrum ist breit. Es reicht von Entlastungsmöglichkeiten für Betroffene oder Angehörige, Hilfsmitteln wie zum Beispiel "Herdwächter", die den Alltag erleichtern, Leistungen von Pflegekassen, Notwendigkeiten von Vollmachten bis hin zu Verweisen auf spezielle Angebote in der Region.

"Wir haben eine Lotsenfunktion", erläutert Friederike Baumgärtnern zur Rolle des Demenzstützpunktes, der gefördert wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, den Landkreis Cuxhaven und das Regionale Versorgungszentrum Wurster Nordseeküste. Die Mitarbeiterinnen im  Demenzstützpunkt Cuxland bieten Selbsthilfegruppen für Erkrankte sowie Angehörige und können auf solche Angebote verweisen.

Offene Sprechstunden in Nordholz und in Ottendorf

Neu ist die offene Demenzsprechstunde jeden Montag von 8 bis 12 Uhr in der Cafeteria der Klinik Land Hadeln in Otterndorf. Sie ist ohne Anmeldung und kostenfrei.

Eine offene Demenzsprechstunde gibt es auch jeden Mittwoch von 8 bis 14 Uhr am Demenzstützpunkt am Regionalen Versorgungszentrum in Nordholz. Kontakt oder Terminabsprachen per Telefon unter 04741-602978 oder per E-Mail an demenzstuetzpunkt@rvz-nordholz.de.

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Wiebke Kramp

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

wkramp@no-spamcuxonline.de

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