Eine Autismus-Expertin hält einen Zusammenhang zwischen dem Verschwinden von Arian und der Kindersendung für möglich. Foto: Screenshot ARD Mediathek/Polizei
Eine Autismus-Expertin hält einen Zusammenhang zwischen dem Verschwinden von Arian und der Kindersendung für möglich. Foto: Screenshot ARD Mediathek/Polizei
Expertin ordnet ein

Neue Hinweise zum Verschwinden von Arian aus Bremervörde: Theorie um Kindersendung

30.05.2024

Einen Monat ist es jetzt her, dass der sechsjährige Arian in Bremervörde-Elm sein Zuhause verlassen hat und seitdem verschwunden ist. Jede Suche blieb bisher ohne Erfolg. Ein Hinweisgeber stellt eine neue Theorie auf - die eine Expertin einordnet.

Mehrere Leser sollen sich, wie merkur.de berichtet, mit einer neuen Theorie gemeldet haben. Leser Klaus Fejsa aus Stuttgart betont in einem Statement an unsere Redaktion, dass die Theorie von ihm stammt: An dem besagten Abend (22. April) soll auf dem Sender Kika von 18.50 bis 19 Uhr "Unser Sandmännchen" gelaufen sein. In der gezeigten Episode ging es um einen Cowboy, der auf einem Motorboot unterwegs ist. Ein Boot, wie die im Hafen von Bremervörde.

Bekannte spricht von Ritual bei Familie von Arian

In einem Facebook-Post soll eine Bekannte der Familie bereits angedeutet haben, dass es eine Art Ritual war, am Abend gemeinsam fernzusehen. Zu diesem Ritual gehörte für den autistischen Jungen auch, eine Pause auf der Treppe zu machen.

Seit 22. April wird der autistische Junge Arian (6) vermisst. Foto: Polizei

Auf der Suche nach Booten im Hafen von Bremervörde

Als sein Vater wie gewohnt nach seinem Sohn auf der Treppe sehen wollte, sei die Haustür bereits offen gewesen. Der Zeitpunkt des Verschwindens: etwa gegen 19.15 Uhr.

Christine Preißmann ist Ärztin und Psychotherapeutin mit Schwerpunkt für Autismus. Sie hält es für möglich, dass die Sendung Arian einen Impuls gegeben hat, sich an diesem Abend auf den Weg zu den Booten zu machen.

Einsatzkräfte der Polizei fahren im Mai bei der Suche nach dem vermissten Arian mit Spürhunden über die Oste. Foto: Sina Schuldt/dpa

Theorie um vermissten Arian bleibt unbelegt

Doch das bleibt weiter eine Theorie. Auch Polizeisprecher Heiner van der Werp hält sich eher bedeckt, was diese Theorie betrifft. "Das fällt in den Bereich Spekulation", sagt er. Klar sei, dass Arian an diesem Abend wirklich fern gesehen hat. Ob er wirklich das Sandmännchen geschaut hat, das wisse die Polizei nicht.

Nach Angaben der Polizei wurden Boote bei der Suche als Versteck berücksichtigt. Die Polizei geht dennoch davon aus, dass es sich vermutlich um einen Unglücksfall an der Oste handelt. Der autistische Junge wird seit 22. April 2024 vermisst.

Von Maria Weigl

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