60. Jahre Marinefliegergeschwader 3 in Nordholz: Alle Infos zum Festakt
Auf dem Stützpunkt der Marineflieger in Nordholz findet ein Festakt zum 60. Jahrestag des Marinefliegergeschwaders 3 "Graf Zeppelin" und das 30-jährige Bestehen der Ölaufklärung statt.
Am 1. Juli findet auf dem Stützpunkt der Marineflieger in Nordholz eine große Geschwadermusterung zum 60. Jahrestag des Marinefliegergeschwaders 3 "Graf Zeppelin" und das 30-jährige Bestehen der Ölaufklärung statt. Dazu sind nur geladene Gäste zugelassen, die sich auch anmelden mussten, wie das Geschwader auf Nachfrage erklärte.
Am 1. Juli 1964 wurde das Marinefliegergeschwader 3 (MFG 3) durch Fregattenkapitän Paul Kriebel, dem ersten Kommodore des MFG 3, aufgestellt. Die Bezeichnung "Geburtstag" ist daher hier nicht ganz zutreffend. Denn der Geburtstag des MFG 3 "GZ" ist auf den 1. Juli 1965 datiert. An diesem Tag erfolgte die Aufhebung des Status "Vorbereitungs- und Projektstab" für das MFG3.
Gleichzeitig jährt sich in diesem Jahr das 30. Jubiläum der Ölaufklärung am Marinefliegerstützpunkt. Seit dem 21. September 1994 sind die Ölaufklärer am Standort. "Das MFG 3 "Graf Zeppelin' hat eine lange Tradition und eine bewegte Geschichte. In den letzten sechs Jahrzehnten leisteten viele Männer und Frauen einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit unseres Landes. Besonders in den Einsätzen für die NATO und der EU, aber auch in Hilfs- und Katastropheneinsätzen waren sie stets einsatzbereit!", sagt der Kommodore des Geschwaders, Kapitän zur See Oliver Ottmüller (57). "Zum 60. Jahrestag befindet sich das MFG 3 im Aufbruch. Das neue Waffensystem P-8A Poseidon befindet sich im Anflug!", führt Ottmüller fort.
Seefernaufklärer P-3C Orion:
Die P-3C Orion ist das fliegende Auge der Flotte. Sie gehören zum Marinefliegergeschwader 3 "Graf Zeppelin". Auch, wenn sie nicht so aussehen: Sie sind Kampfflugzeuge und für die U-Boot-Jagd, konzipiert. Meistens werden die P-3C Orion allerdings zur Aufklärung über große Distanzen eingesetzt. Sie überwachen weiträumig Seegebiete aus der Luft. Das schließt neben Kontakten über Wasser auch U-Boote und begrenzt Objekte an Land ein. Ziele unter Wasser können die Maschinen mit Torpedos vom Typ Mk46 bekämpfen, die sie in einem internen Waffenschacht im vorderen Teil des Rumpfes tragen.

Ölaufklärer DO 228 LM:
Das Havariekommando in Cuxhaven überwacht im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums die deutschen Seegebiete gegen Verschmutzungen des Meeres. Die beiden zivilen Behörden betreiben selbst aber keine Flugzeuge, sondern die Marine unterstützt sie permanent für diesen Zweck. Das Marinefliegergeschwader 3 "Graf Zeppelin" in Nordholz verfügt deshalb über zwei Mehrzwecktransportflugzeuge vom Typ DO 228 LM. Die beiden einzigartigen Maschinen sind für ihren Auftrag als "Öljäger" speziell ausgerüstet.