Friedliches Deichbrand-Festival 2026: Polizei registriert deutlich weniger Straftaten
Nach dem Deichbrand-Festival in Wanhöden blickt die Polizei Cuxhaven auf den Einsatz an der Wurster Nordseeküste. Im Fokus stehen Sicherheit, Verkehr und der Umgang mit zehntausenden Besucherinnen und Besuchern.
Die Polizeiinspektion Cuxhaven hat nach dem Deichbrand-Festival 2026 in Wanhöden eine positive Bilanz gezogen. Aus polizeilicher Sicht verlief das Festival an der Wurster Nordseeküste friedlich und weitgehend störungsfrei. Von Mittwoch (15. Juli 2026) bis Montag (20. Juli 2026) besuchten nach Polizeiangaben täglich bis zu 60.000 Menschen das Gelände.
Der Leiter der Polizeiinspektion Cuxhaven und polizeiliche Gesamteinsatzleiter Andreas Lohmann zeigte sich mit dem Verlauf sehr zufrieden. Die Polizei war erneut mit einer Festival-Wache und mehreren Teileinheiten rund um die Uhr im Einsatz. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten den direkten Kontakt zu den Einsatzkräften. "Die vielen Gespräche vor Ort zeigen eindeutig, dass wir mit unserem Konzept der nahbaren Polizei goldrichtig liegen und sich alle freuen, dass wir für Sie da sind", so Stephan Hertz, Pressesprecher der Polizei Cuxhaven.
Rund 65 Straftaten bis Montagmittag registriert
Bis zum Mittag des Montags registrierte die Polizei rund 65 Straftaten. Nach Angaben der Polizei waren es damit nochmals deutlich weniger Taten, was den friedlichen Charakter des Festivals unterstreiche. Es handelte sich demnach um festivaltypische Delikte wie Erschleichen von Leistungen durch Personen ohne Bändchen auf dem Gelände, einfache Körperverletzungen und eine geringe Zahl von Diebstählen. "Die Gesamtkonzepte rund um Sicherheit und Kriminalität haben sich definitiv bewährt", so Lohmann.
Auch in diesem Jahr nutzten zahlreiche Festivalgäste die Frühanreise am Mittwoch. Am frühen Abend hatten bereits rund 30.000 Besucherinnen und Besucher ihre Tickets gescannt und ihre Bändchen abgeholt. Die Verkehrslage am Frühanreisetag war nach Polizeiangaben sehr zäh und anspruchsvoll. Rund um das Gelände kam es teilweise zu stundenlangen Wartezeiten. Im Anreiseverkehr ereigneten sich mehrere kleinere Verkehrsunfälle. Zusätzlich erschwert wurde die Anreise dadurch, dass viele Gäste bereits in den Nachtstunden und teilweise am Vorabend vor den Park- und Campingflächen warteten.
An- und Abreise weitgehend unauffällig
Die Ergebnisse der An- und Abfahrtkontrollen bezeichnete die Polizei als sehr unauffällig. Vereinzelt stellten die Einsatzkräfte Verkehrsdelikte fest, darunter Fahren unter Alkohol- oder Betäubungsmitteleinfluss, Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie Zulassungsdelikte an Fahrzeugen.
Auch die Abfahrtkontrollen in der Nacht zum Montag und am Montagvormittag waren nach Polizeiangaben unauffällig. Die Veranstaltungen auf und rund um das Festivalgelände verliefen aus polizeilicher Sicht störungsfrei. Eine Einflussnahme auf den Ablauf war zu keinem Zeitpunkt erforderlich.
"Besonders positiv ist das vertrauensvolle und reibungslose Miteinander aller Beteiligten - von den Festivalbesuchenden über die Veranstaltenden bis hin zu den Einsatzkräften und Behörden", hob Andreas Lohmann hervor.
Das Wetter war während des Festivals wechselhaft, verursachte insgesamt aber keine ernsthaften Probleme. Während die ersten Tage von Sonnenschein und hohen Temperaturen geprägt waren, wurde es ab Sonnabend spürbar windiger. In der Nacht zu Sonntag setzte teilweise starker Regen ein. Die Besucherinnen und Besucher ließen sich davon nach Polizeiangaben nicht stören.
Am Sonntagmorgen begann der erste Abreiseverkehr, der sich gegen Nachmittag weiter steigerte. Nach dem letzten Act des Künstlers Sido auf der Waterstage setzte der restliche Abreiseverkehr ein. Dabei kam es laut Polizei zu keinen nennenswerten Störungen. Die letzten Gäste reisten am Montagvormittag ab.
Rund 200 Einsatzkräfte rund um die Uhr vor Ort
Insgesamt waren rund um die Uhr etwa 200 Polizeikräfte im Einsatz. Sie kamen aus der Zentralen Polizeidirektion in Osnabrück, Braunschweig und Hannover, der Polizeiakademie Niedersachsen, den Polizeidirektionen Oldenburg und Lüneburg sowie aus der Polizeiinspektion Cuxhaven.
Die Polizeiakademie Niedersachsen war wie in den Vorjahren mit einem Infomobil Teil des Polizeiteams auf dem Deichbrand. Ziel war es, aktiv Nachwuchswerbung für den Polizeiberuf zu betreiben. "Stellenweise wurde der Stand regelrecht belagert, es bildeten sich bereits Stunden vor der täglichen Öffnung Warteschlagen. Das zeigt, dass die Entscheidung, auf einem Festival aktiv um Nachwuchs zu werben und Imagearbeit zu betreiben, absolut richtig ist", so Andreas Lohmann. Ähnliche Reaktionen gab es nach Polizeiangaben auch über die Social-Media-Kanäle, deren Beiträge Einblicke in die polizeiliche Arbeit rund um ein Festival gaben.
Zum Abschluss dankte Lohmann den eingesetzten Kräften: "Ein Einsatz dieser Größenordnung ist immer eine besondere Herausforderung. Umso mehr möchte ich mich bei allen Einsatzkräften für ihren engagierten und professionellen Einsatz bedanken. Durch ihre hohe Präsenz, ihre Ansprechbarkeit und ihr besonnenes Auftreten haben sie maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Festivalbesuchenden sicher und gut betreut fühlen konnten. Dort, wo Grenzen überschritten oder Straftaten begangen wurden, haben die Einsatzkräfte konsequent gehandelt", zieht Andreas Lohmann abschließend Bilanz.
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