Mit einem massiven Innen- und Außenangriff kämpfen die Einsatzkräfte gegen die Flammen. Foto: Feuerwehr
Mit einem massiven Innen- und Außenangriff kämpfen die Einsatzkräfte gegen die Flammen. Foto: Feuerwehr
Feuerwehr im Einsatz

Großbrand in Nordleda: Scheune wird zerstört - mehrere Tiere gerettet

19.05.2026

Ein verheerender Brand in Nordleda (Samtgemeinde Land Hadeln / Kreis Cuxhaven) zerstörte eine Scheune mit Werkstatt und Stallungen. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnten Tiere und Wohnhaus gerettet werden.

Verheerender Brand am Montagmittag: Eine große Scheune mit Stallungen und Werkstatt stand in Flammen. Verletzte Menschen oder Tiere gab es nicht.

Am Montag (18. Mai 2026) wurden gegen 13.55 Uhr Feuerwehren und Rettungsdienst zu einem Großbrand nach Nordleda (Samtgemeinde Land Haden) in die Cuxhavener Straße alarmiert. Ein Bewohner hatte eine starke Rauchentwicklung und ein Feuer in seiner dicht ans Wohnhaus angrenzenden Scheune entdeckt. Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung trafen die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle ein. Schon auf der Anfahrt hatten sie eine große Rauchsäule gesehen.

Etwa 75 Einsatzkräfte waren bei dem Scheunen-Großbrand im Einsatz. Foto: Feuerwehr

Beim Eintreffen stand die etwa acht Mal 20 Meter große Scheune in Vollbrand. In der Scheune befanden sich eine Werkstatt und zurzeit leerstehende Stallungen.

Sofort ließ Einsatzleiter und Ortsbrandmeister Oliver Hein weitere Feuerwehren nachalarmieren. Da sich in einem Nebengebäude zwei Pferde mit ihren Fohlen aufhielten, wurden die Tiere zuerst gerettet. Parallel dazu wurden für den ersten Löschangriff Schlauchleitungen aus wasserführenden Fahrzeugen verlegt.

Feuer in Nordleda: Wasser aus Wettern gepumpt

Mehrere Trupps rüsteten sich mit schwerem Atemschutz aus und begannen aus mehreren Schläuchen mit dem Außenangriff. Um ausreichend Wasser zur Verfügung zu haben, pumpten die Einsatzkräfte Wasser aus den naheliegenden Wettern über mehrere Schlauchleitungen zum Einsatzort. Nachdem weitere Wehren eingetroffen waren, bauten sie eine Riegelstellung zum nur wenige Meter neben dem Brandobjekt stehenden Wohnhaus auf, um das Haus vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen.

Die Flammen lodern in Nordleda, als die Einsatzkräfte versuchen, das Feuer zu löschen. Foto: Feuerwehr

Weitere Trupps rüsteten sich mit schwerem Atemschutz aus, um mit einen massiven Innenangriff die Löscharbeiten durchzuführen. Zur Absicherung der Feuerwehren waren Rettungswagen des Cuxland-Rettungsdienstes und der Bereitschaft Land Hadeln des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) vor Ort.

Sechs-Tonnen-Bagger bei Brand in Nordleda im Einsatz

Verletzte gab es nicht. Menschen und Tiere blieben unbeschadet. Ein Sechs-Tonnen-Bagger der Firma Köppen aus Lüdingworth-Westerende wurde eingesetzt, um das auf dem Boden gelagerte Heu aus dem Gebäude zu bekommen. Das Gerät war auch für weitere Abrissarbeiten beim Ablöschen der Glutnester hilfreich.

Die Scheune mit Werkstatt und leerstehenden Stallungen sowie Anbauten kann nicht gerettet werden. Foto: Feuerwehr

Nachdem das Feuer abgelöscht worden war, wurden mit Wärmebildkameras die Temperaturen rund um das Gebäude gemessen, um eventuelle Glutnester ausfindig zu machen. Noch während der Löscharbeiten nahm die Polizei erste Ermittlungen zur Brandursache auf. Brandursache könnte ein technischer Defekt an einem elektrischen Gerät sein. Hierzu laufen noch die Ermittlungen der Brandermittler der Polizei Cuxhaven.

Nach über fünf Stunden ist der Einsatz gegen 19 Uhr für die Feuerwehr beendet. Foto: Feuerwehr

Die Polizei schätzt den Sachschaden auf etwa 25.000 Euro. Vor Ort waren etwa 75 Einsatzkräfte der Feuerwehren Nordleda, Neuenkirchen, Wanna und Otterndorf, die Feuerwehrtechnische Zentrale Cadenberge, der stellvertretende Gemeindebrandmeister Christian Böhack, ein Rettungswagen des Cuxland-Rettungsdienstes, ein Rettungswagen der DRK-Bereitschaft Land Hadeln, der DRK-Ortsverein Nordleda mit Kalt- und Warmgetränken sowie mit Snacks und die Polizei. Gegen 19 Uhr war der Einsatz beendet.

Von Jürgen Lange

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