Volle Konzentration an der Zapfstelle der Natur. Foto: Tonn
Volle Konzentration an der Zapfstelle der Natur. Foto: Tonn
Großer Andrang

Nordleda: Hunderte Besucher bei "Radeln für Hadeln" und "Tag des offenen Hofes"

07.06.2026

Nordleda war am Sonntag das Zentrum für Bewegung, Begegnung und Landwirtschaft. Bei "Radeln für Hadeln" und dem "Tag des offenen Hofes" auf dem Biolandhof Dorn kamen zahlreiche Besucher zusammen.

Nordleda zeigte sich am Sonntag (7. Juni 2026) von seiner lebendigsten Seite. Wo sonst Ruhe zwischen Weiden, Feldern und den typischen Hofstellen des Hadler Landes herrscht, trafen sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher zu gleich zwei Veranstaltungen, die sich ideal ergänzten: "Radeln für Hadeln" und der niedersachsenweite "Tag des offenen Hofes" auf dem Biolandhof Dorn.

Schon am Vormittag waren rund um den Ort zahlreiche Radfahrer unterwegs. Familien, Vereinsgruppen, E-Bike-Fahrer und Sportliche auf Rennrädern machten sich aus dem gesamten Land Hadeln auf den Weg nach Nordleda. Ziel der Sternfahrt war der Sportplatz an der Otterndorfer Straße, wo der Verein "Land Hadeln hilft" bereits zum fünften Mal zu "Radeln für Hadeln" eingeladen hatte.

Gemeinsam für die Region: Michael Merz (Mitte), 1. Vorsitzender, und Julia Schiller, 2. Vorsitzende von Land Hadeln hilft e.V.. Foto: Tonn

Dass das wechselhafte Wetter der guten Stimmung keinen Abbruch tat, zeigte sich an den vielen Teilnehmern. Unter ihnen waren auch Brigitte und Ewald Reyelt aus Osterbruch. Während der dreiwöchigen Stadtradeln-Aktion legten sie gemeinsam 1250 Kilometer zurück. "Gegen den Wind, aber mit Freude", berichteten sie. Als Anerkennung erhielten sie von Julia Heuer vom Vorstand von "Land Hadeln hilft" einen Willkommenssticker.

1250 Kilometer Stadtradeln. Wenn Brigitte und Ewald aufs Rad steigen, hat selbst das Wetter keine Chance. Foto: Tonn

Sportplatz wird zum Treffpunkt für Jung und Alt

Mit den Worten "Freuen und fröhlich sein - das ist das Gebot der Stunde" begrüßte Pastor Wiadra, u.a. für die 4 Ostedörfer verantwortlich, die Besucher des Fahrradgottesdienstes. Musikalisch begleitet von seiner Gitarre eröffnete er die Andacht im Festzelt und schlug mit dem Lied "Hey kleiner Fratz auf dem Kinderrad" von Hermann van Veen den Bogen zum Thema Radfahren.

Auf dem Sportplatz herrschte anschließend reges Treiben. Kinder vergnügten sich auf der Hüpfburg und bei den Spielangeboten, während Erwachsene die Informationsstände besuchten. Die Freiwillige Feuerwehr Nordleda lud zum Wasserspritzen ein, der ADFC codierte Fahrräder und die Polizei informierte über Verkehrssicherheit. Auch die Gemeindeschwestern Elbe-Weser stellten ihre Angebote vor. Für Volksfeststimmung sorgten Bratwurst, Popcorn, Matjesbrötchen, Milchshakes und das beliebte Bauernhof-Eis der Familie Döscher aus Kührstedt.

Wind von vorn, Regen von oben, gute Laune von innen: Antje und Daniel aus Hemmoor kamen bestens gelaunt nach Nordleda. Foto: Tonn

Im Mittelpunkt stand jedoch der gute Zweck. Für jeden gefahrenen Kilometer konnten die Teilnehmenden freiwillig zehn Cent spenden. Die Erlöse kommen Projekten und Initiativen im Land Hadeln zugute. "Die Verbindung von Bewegung, Begegnung und sozialem Engagement macht den besonderen Charakter dieser Veranstaltung aus", betonte Julia Schiller, zweite Vorsitzende der Initiative "Land Hadeln hilft".

Highland-Rinder als Hingucker

Nur wenige hundert Meter entfernt öffnete zeitgleich der Biolandhof Dorn seine Tore. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, Landwirtschaft aus nächster Nähe zu erleben. Besonders die Highland-Rinder der Familie Dorn standen im Mittelpunkt des Interesses. Kinder staunten über die imposanten Hörner und das zottelige Fell der Tiere, während Hofinhaber Günter Dorn Fragen zur Haltung und zum Alltag auf dem zertifizierten Bioland-Betrieb beantwortete.

Nicht jede Milch kommt aus dem Supermarkt. Erster Versuch am Euter - die Kuh blieb gelassen. Foto: Tonn

Auch moderne Landtechnik und historische Traktoren lockten viele Gäste an. Ein besonderer Blickfang waren die historischen Trecker auf dem Sportplatz. Während ältere Besucher Erinnerungen austauschten, erkundeten die Jüngsten neugierig die Fahrzeuge und nahmen auf den Fahrersitzen Platz.

Der "Tag des offenen Hofes" bot damit genau das, was sein Name verspricht: einen direkten Einblick in die moderne Landwirtschaft und die Möglichkeit zum Austausch mit den Menschen hinter den Betrieben.

Ein Besuch bei den Highlandern im Regen? Das macht uns doch nichts aus! Foto: Tonn

Zwei Veranstaltungen ergänzen sich perfekt

Die Kombination beider Veranstaltungen erwies sich als Glücksfall. Viele Gäste wechselten zwischen Sportplatz und Hofgelände und erlebten Gemeinschaft, Bewegung und Landwirtschaft an einem Ort. Als sich der Nachmittag dem Ende zuneigte, herrschte überall eine entspannte Atmosphäre. Kinder schleckten Eis, Radfahrer stärkten sich für den Heimweg und zahlreiche Besucher genossen noch einmal den Blick auf die friedlich grasenden Highland-Rinder.

Nordleda wurde an diesem Sonntag zu einem Treffpunkt für die gesamte Region. Radeln für den guten Zweck, Einblicke in die Landwirtschaft und die Freude an der Heimat machten den Tag für viele Besucher zu einem besonderen Erlebnis.

Von Joachim Tonn

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