77-Jähriger stürzt und hängt kopfüber am Ufer: Feuerwehr rettet Angler aus der Oste
Ein Angelausflug an der Oste endete für einen 77-Jährigen in einer gefährlichen Lage: Der Mann stürzte ins Wasser und blieb kopfüber in der Uferbefestigung hängen.
Am Dienstagnachmittag gegen 16.45 Uhr ist die Feuerwehr Oberndorf zu einem Einsatz an die Oste alarmiert worden. Gemeldet worden war eine Person, die in den Fluss gefallen war und laut um Hilfe rief. Nach ersten Angaben befand sich die Einsatzstelle in Oberndorf-Braak in Höhe des Schöpfwerks.
Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Thomas Schmidtke befand sich zu diesem Zeitpunkt gerade auf dem Rückweg von einem schweren Verkehrsunfall auf der B73 in Cadenberge. Da er sich zufällig in der Nähe der gemeldeten Einsatzstelle befand, drehte er um und traf bereits wenige Minuten später vor Ort ein.
77-Jähriger hing kopfüber am Ufer
Schmidtke lief über den Deich und hörte Hilferufe aus zwei Richtungen. Dadurch konnte er den verunglückten 77-jährigen Angler schnell lokalisieren. Der Mann war am Ufer in eine äußerst missliche Lage geraten: Er hing kopfüber und mit einem Fuß im Stackbusch der Uferbefestigung fest.
Schmidtke hielt den Mann fest und stützte mit einer Hand dessen Kopf, bis kurze Zeit später weitere Einsatzkräfte eintrafen. Gemeinsam sicherten die Feuerwehrleute den Angler mit einem Seil und zogen ihn vorsichtig ans Ufer. Anschließend trugen sie den 77-Jährigen über den Deich und übergaben ihn zur Erstversorgung an den Cuxland-Rettungsdienst.

Notarzt musste aus Stade anfahren
Da die Notärzte im Raum Cadenberge aufgrund des parallel laufenden Großeinsatzes nach dem schweren Verkehrsunfall auf der B73 gebunden waren, musste ein Notarzt aus Stade anfahren. Die Rettungskräfte warteten deshalb zunächst mit dem Patienten an der Einsatzstelle. Nach der medizinischen Versorgung wurde der 77-Jährige zur weiteren Behandlung in das Elbe-Klinikum gebracht.
Mehrere glückliche Umstände kamen zusammen
Nach Einschätzung der Einsatzkräfte hatte der Angler Glück im Unglück. Gleich mehrere Umstände trugen dazu bei, dass er schnell gerettet werden konnte: Das Wasser der Oste lief gerade ab, der Mann blieb im Stackbusch hängen und ein weiterer Angler auf der gegenüberliegenden Uferseite hörte seine Hilferufe. Zudem befand sich der stellvertretende Gemeindebrandmeister Thomas Schmidtke zum Zeitpunkt der Alarmierung nur wenige Minuten von der Einsatzstelle entfernt.
Einen kleinen Wermutstropfen gab es für den 77-Jährigen dennoch: Der Fisch, der an seiner Angel hing, ging ihm während des Einsatzes durch die Lappen.
Nach etwa einer Stunde war der Einsatz beendet. Vor Ort waren 17 Einsatzkräfte der Feuerwehr Oberndorf sowie der stellvertretende Gemeindebrandmeister Thomas Schmidtke. Zu den Führungskräften an der Einsatzstelle gehörten außerdem Abschnittsleiter Meik Kramer und Gemeindebrandmeister Matthias Papke.
Von Jürgen Lange
CNV-Newsletter
Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.