Heike Richter und Heike Grundei engagieren sich seit drei Jahren ehrenamtlich im Förderverein Puppenstube.
Heike Richter und Heike Grundei engagieren sich seit drei Jahren ehrenamtlich im Förderverein Puppenstube.
Weitere Mitwirkende gesucht

Darum macht die Arbeit in der Puppenstube Otterndorf Spaß

von Wiebke Kramp | 05.12.2025

In der Puppenstube Otterndorf werden Kindheitserinnerungen lebendig, während ein engagiertes Team für den Erhalt der Sammlung sorgt. Um die Zukunft zu sichern, wird Nachwuchs gesucht - ein Ehrenamt, das Spaß macht, wie zwei Freundinnen berichten.

Die Puppenstube in Otterndorf existiert in diesen Tagen seit 25 Jahren. Hier werden Erinnerungen an die eigene Kindheit wieder wach. Puppen in sämtlichen Ausführungen - von historisch bis kitschig - in einer erstaunlichen Fülle sind hier zu erleben. Betreut werden sie von ehrenamtlichen Helferinnen und einem Helfer. Viele von ihnen sind hochbetagt und das Kümmern fällt oft schwerer. Daher ist das rührige Team um die Fördervereins-Vorsitzende Brigitte Schemmann auf der Suche nach Nachwuchs - also nach Frauen und Männern, die Zeit und Lust haben, sich zu kümmern, damit dieser besondere Besuchermagnet mitten im Herzen der Otterndorfer Altstadt eine gute Zukunft hat.

Heike Richter (66) und Heike Grundei (72) sind mit Herzblut und Feuereifer dabei. Seit mittlerweile drei Jahren helfen die beiden Freundinnen im Puppenstuben-Team mit und sind begeistert von dem Zusammenhalt.

Heike Richter kommt ursprünglich aus Spieka und ging später der Liebe wegen nach Goslar. Seit 2019 ist sie wieder im Norden Niedersachsens und hat in Otterndorf eine neue Heimat gefunden. Heike Grundei wuchs in Otterndorf auf, lebte in Harburg, Cuxhaven und Altenwalde. 2020 zog die Witwe von Altenwalde nach Otterndorf.

Beide Frauen kennen sich seit Anfang der 1980er Jahre. Sie haben zusammen in einem Zahntechniklabor gearbeitet. Jetzt, wo beide in Rente sind., lebt ihre Freundschaft neu auf. "Gerade wenn man alleinstehend ist, muss man sich etwas suchen, wenn man aufhört zu arbeiten", erklären sie ihre Motivation, in der Puppenstube zu helfen. Zudem hilft so ein Ehrenamt gegen Vereinsamung. "Man muss schon selbst rausgehen und darf nicht darauf warten, dass jemand auf einen zukommt."

Zeitungsartikel war Initialzündung

Aufmerksam auf die Puppenstube und ihre Suche nach weiteren Mitwirkenden wurden die Freundinnen durch einen Zeitungsartikel. Nach einem Informationsgespräch stellten sie fest, dass es passte. Nun hoffen sie, dass sich über diesen Artikel weitere Interessierte finden, die sich in die Einrichtung einbringen möchten.

"Es macht Spaß", versichern beide und schwärmen von den netten Damen des Fördervereins, die über viel Erfahrung und Expertise verfügen und sie daran gerne teilhaben lassen.  "Das ist ein wirklich schöner Zusammenhalt bei uns." Einmal im Monat gehe man zusammen essen und führe dort gute Gespräche. "So wächst das hier gut zusammen", möchten sie weitere Frauen und Männer zur Mitwirkung ermuntern.

Freude bereiteten auch der Austausch und die Begegnungen mit den vielen Besucherinnen und Besuchern. Meist seien es ältere Herrschaften, die die Puppenstube besuchten und hier in Erinnerungen schwelgten, das sei faszinierend. Aber es kämen auch Großeltern mit ihren Enkeln, junge Paare, "und neulich war hier auch ein einzelner junger Mann, der sich lange hier aufgehalten hat". 

Wer sich vorstellen kann, ebenfalls in der Puppenstube mitzuhelfen, darf sich gern an Brigitte Schemmann, Vorsitzende des Fördervereins, wenden, Telefon 04751-9112891, E-Mail: info@Puppenstube-Otterndorf.de

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Wiebke Kramp

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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