Der Kulturstrand Otterndorf funktioniert nur durch die Summe der Ehrenamtlichen, die ihr Bestes geben. Eine von ihnen ist Sabine Gütlein. Foto: Tonn
Der Kulturstrand Otterndorf funktioniert nur durch die Summe der Ehrenamtlichen, die ihr Bestes geben. Eine von ihnen ist Sabine Gütlein. Foto: Tonn
Kulturstrand Otterndorf

Der ehrenamtliche Einsatz für Kultur in Otterndorf: Im Gespräch mit Sabine Gütlein

von Redaktion | 19.08.2024

Sabine Gütlein ist schon seit einigen Jahren fester Bestandteil des Kulturstrands Otterndorf. Sie erzählt von ihrer Motivation für das ehrenamtliche Engagement und welche Bedeutung der Kulturstrand für sie hat.

Vier Tage lang wurden beim Kulturstrand Otterndorf Geist und Seele frei für Gedanken, Inspirationen und gemeinsam erlebten Spaß. Die Otterndorferin Sabine Gütlein ist einer der Köpfe hinter der Veranstaltung, die am Wochenende wieder zahlreiche Kulturinteressierte an den Otterndorfer Grünstrand gelockt hat. Seit fünf Jahren ist sie mit dabei, seit zwei Jahren ehrenamtlich. Im Gespräch mit Joachim Tonn verrät sie, was genau sie antreibt, sich als Ehrenamtliche bei diesem außergewöhnlichen Event zu engagieren.

Hallo Sabine Gütlein. Seit zwei Jahren sind sie ehrenamtlich beim Kulturstrand Otterndorf tätig und planen die Veranstaltung mit. Wie genau kann man sich die Planung des Kulturstrands denn vorstellen?
Die Arbeit für den Kulturstrand beginnt schon ein Jahr im Voraus. Wir haben uns in regelmäßigen Abständen sicherlich zehn Mal im "Team Kulturstrand" zusammengesetzt und uns überlegt, womit wir unsere Gäste überraschen und faszinieren können. Auch diese Stunden werden ehrenamtlich geleistet.

Was motiviert Sie, sich ehrenamtlich für den Kulturstrand zu engagieren und was bedeutet Ihnen dieses Ehrenamt?
Es ist einfach ein tolles Team und macht so viel Spaß. Derzeit bin ich das fünfte Mal dabei. Ich engagiere mich gerne für meine Stadt. Beim Kulturstrand kann ich meine ganze Erfahrung einbringen.

Welche Aufgabenfelder führen sie für das Event aus?
Ich bin von Haus aus Hotelfachfrau. Und deshalb habe ich ein bisschen die Planung der Gastronomie unter meinen Fittichen. Alle anderen Aufgaben haben wir unter uns verteilt. Jeder macht das, was seinen Neigungen und Fähigkeiten entspricht. Das Ganze funktioniert nur durch die Summe der Personen, die ihr Bestes geben - und das ehrenamtlich.

Man merkt, hinter der Organisation steckt ein eingespieltes Team. Wer sind die Personen, die mit Ihnen noch im Boot sitzen?

Julia Heuer als Hauptverantwortliche und Jana Hanke von Seiten des Kulturbüros der Stadt. Dann noch Dirk Wurzer, sowie mein Sohn Jonas als "Mädchen für alles" und natürlich die "Soroptimistinnen Cuxhaven Stadt und Land" mit Katrin Toetzke. Sie engagieren sich zum einen am Weinstand, für die Bibliotheksgesellschaft mit einem Bücherflohmarkt und vier Mal mit einem Kamishibai-Theater für die kleinsten Besucher und Besucherinnen des Kulturstrandes.

Der Kulturstrand bietet eine großartige Kulisse für die Künstler - wie hier "The Turn Arounds". Foto: Tonn

Wie sind die Aufgaben verteilt?
Die ganzen Künstlerverträge, die Finanzierung und das Programm liegen in den Händen von Julia Heuer und Jana Hanke.

Mit welchen besonderen Herausforderungen werden Sie während der Veranstaltung und bei der Planung konfrontiert?
Das Wetter ist bei dieser Veranstaltung natürlich immer eine Herausforderung. Auch die fehlende Infrastruktur, was Strom und Wasser angeht, vor dem Deich stellt uns vor eine große Aufgabe.

Was bedeutet der Kulturstrand für Sie persönlich?
Der Kulturstrand ist so vielseitig und darum ist er so wunderbar. Es gibt Lesungen, Poetry Slam, Open Air-Freiluftkino, verschiedene musikalische Darbietungen und ein riesiges Rundum-Programm für Familien. Ein Zauberer sorgt für magische Momente. Kinder können ein Piratenpatent machen und es gibt das Vorlese-Theater "Kamishibai". Das Ganze wird ergänzt durch Bastelaktionen durch die Spiel- & Spaß-Scheune. Auch kulinarisch bleiben keine Wünsche offen. Wo sonst kann man für einen guten Zweck den feinen Wein vom Ratskeller Bremen genießen?

Was ist aus Ihrer Sicht das Besondere an dieser Veranstaltung?
Das Besondere ist eindeutig der Strandort, direkt am Grünstrand und am Meer. Und das ist auch gleichzeitig eine Herausforderung. Dadurch, dass wir hier Wind und die Elemente haben, denen wir mit all ihren Kapriolen ausgeliefert sind.

Der Kulturstrand ist in Otterndorf Zuhause. Was verbinden Sie mit Otterndorf?
Otterndorf ist meine Heimat. Ich liebe alles daran.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Kulturstrands?
Ich hoffe, dass wir die finanziellen Mittel weiterhin besorgen können, denn der Kulturstrand ist von Jahr zu Jahr gewachsen.

Labskaus oder Backfisch?
Pommes. In allen Variationen.

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