Nadine Arbeiters einzigartige Kunstreise durch Otterndorf
Für Nadine Arbeiter war Otterndorf ein kleines Paradies auf Zeit. In ihrer Ausstellung im Voß-Haus zeigt sie die dort entstandenen Kunstwerke, die die Seele der Stadt einfangen und in Objekten zum Leben erwecken.
"Ein kleines Stück Paradies" heißt die aktuelle Ausstellung von Nadine Arbeiter, in der die Künstlerin die Ergebnisse ihres Arbeitsaufenthalts als Kunststipendiatin der Stadt Otterndorf zeigt. Ihr kleines Paradies auf Zeit war in den zurückliegenden sechs Wochen die Medemstadt - und dort begab sie sich auf intensive Spurensuche. Alle, bis auf eine der im Voß-Haus in der Galerie der Altstadt-Buchhandlung präsentierten Arbeiten sind in den zurückliegenden Wochen in Otterndorf entstanden und Ausdruck einer Auseinandersetzung mit den Besonderheiten und Eigenarten der Stadt. Bürgermeister Claus Johannßen zeigte sich bei der Ausstellungseröffnung angetan.
Nadine Arbeiter, 1980 in Stuttgart geboren, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Sie war Meisterschülerin von Katharina Fritsch, studierte an der Kunstakademie Münster und an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. An zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland hat sie teilgenommen und wurde vom Kulturausschuss für das Stadtmaler-Stipendium ausgewählt, sechs Wochen im Gartenhaus am Süderwall zu leben. Weil das Häuschen jedoch zum künstlerischen Arbeiten zu klein ist, musste sich auf die Suche nach einer anderen Lösung begeben werden - und fand diese bei der Samtgemeinde, die einen Leerstand im Bahnhofsgebäude unkompliziert als Pop-Art-Atelier zur Verfügung stellte.
Es sei "eine intensive, inspirierende und künstlerisch reiche Zeit gewesen", lobte die Kulturbeauftragte Juli Heuer und dankte für den Blick auf Otterndorf und die Offenheit der Künstlerin. Die Arbeiten zeigten nicht nur Ansichten von Otterndorf, sondern spiegelten auch die Wahrnehmungen der Künstlerin wider und seien teilweise verfremdet.
Auf markante Weise setzte Nadine Arbeiter ihr Paradies auf Zeit in Szene. Viele ihrer Arbeiten wirken wie Schaukästen. Größtes Projekt war das Wandobjekt "Die Schwimmerin"; mit dieser Abbildung einer Frau im Badeanzug, die sich anschickt, einen Kopfsprung ins Wasser zu machen, stellt sie eindeutigen Bezug zum Nordseebad her. Das Gartenhaus am Süderwall hat sie als Modell nachgebaut. Und was bei ihr wie kleine, freundliche Monster oder Drachen wirkt, sind in Wirklichkeit die Zierknäufe der Rathausstühle.
Auf Entdeckungstour durch die Stadt
Sie sei zuvor in Museen, der Kirche und kulturellen Einrichtungen auf Entdeckungstour gegangen, bevor sie zu zeichnen und zu werkeln und zu bemalen begann. So findet sich bei ihr Herzog Erich ebenso wie der Kranich als Motiv. Ihr erstes in Otterndorf entstandenes Bild seien allerdings Krähen gewesen, verriet die Künstlerin bei ihrer Finissage. Ihr besonderer Dank galt Julia Heue "für die nette und unkomplizierte Betreuung".
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