Im Neubaugebiet Am Medembogen prägen Familien das Stadtbild. Hier kam es jetzt zum Riss eines Rehs. Foto: Kramp
Im Neubaugebiet Am Medembogen prägen Familien das Stadtbild. Hier kam es jetzt zum Riss eines Rehs. Foto: Kramp
War es der Wolf?

Gerissenes Reh beim Neubaugebiet in Otterndorf: Untersuchungen folgen

von Wiebke Kramp | 30.04.2026

Ein offensichtlich gerissenes Reh in Nachbarschaft des von Familien geprägten Neubaugebiets in Otterndorf (Samtgemeinde Land Hadeln / Kreis Cuxhaven) wirft Fragen auf.

Dieser aufgefundene Tierkadaver wirft Fragen auf. Ein totes Reh, offensichtlich gerissen, lag nach Informationen von cnv-medien.de am Mittwochmorgen (29. April 2026) vor einem Gartenzaun - und das nicht irgendwo, sondern direkt am Otterndorfer Neubaugebiet Am Medembogen. Hat sich dort in unmittelbarer Siedlungsnähe ein Wolf seiner natürlichen Nahrungsquelle bedient? Das soll eine vom Wolfsberater genommene DNA-Probe klären, erfuhr die NEZ/CN-Redaktion am Donnerstag aus Kreisen der Jägerschaft. Die Revierförster der Landwirtschaftskammer Niedersachsen sind nur für die Begutachtung von Nutztierrissen und nicht bei derartigen Wildtierrissen zuständig.

Schnell unterwegs: ein Wolf auf der Pirsch. "Isegrim" könnte für den Riss in Otterndorf verantwortlich sein. Symbolfoto: Carsten Rehder/dpa

Familiär geprägte Idylle

Junge Familien prägen dieses Viertel Am Medembogen. Die Umgebung wirkt dort ein bisschen wie Bullerbü. Die Kita ist nahe des Eingangsbereichs, der Spielplatz mittendrin. Die meisten Straßen sind extra als Spielstraßen konzipiert. "Achtung Kinder"-Schilder und Puppenaufsteller am Straßenrand mahnen Autofahrer zur Vorsicht. In etlichen der Gärten zeugen Schaukeln, Rutschen und jede Menge Spielgeräte auf dem Rasen von einem kinderfreundlichen Aufwachsen.

Das Baugebiet Am Medembogen steht für Idylle in Otterndorf. Archivfoto: Mangels

"Wir Schafhalter sind nervös"

Auch die Jugendherberge, die junge Gäste in die Medemstadt bringt, befindet sich in der Nachbarschaft, ebenso wie das Feriengebiet hinter dem Elbdeich. Und der Deich ist in Sichtweite. Bei Schäfer Thomas Reinecke herrscht Sorge. Er ist in Alarmbereitschaft: "Wir Schafhalter werden nervös. Unsere Tiere laufen jetzt am Deich in Otterndorf und eine Anwohnerin hat dort schon vorige Woche Wolfsgeheul gehört …" Seine 53 Muttertiere und Lämmer befinden sich gegenwärtig an der Besenhalmer Trift; ein weiterer Schafhalter hat seine Herde direkt in Strandnähe laufen. Für Wölfe bedeuten dies keine Entfernungen.

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Wiebke Kramp

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

wkramp@no-spamcuxonline.de

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