Nichts für Warmduscher: Bei kalten sieben Grad stiegen die mutigen Eisbaderinnen und Eisbader in den Otterndorfer See. Foto: Rutzen
Nichts für Warmduscher: Bei kalten sieben Grad stiegen die mutigen Eisbaderinnen und Eisbader in den Otterndorfer See. Foto: Rutzen
Frostiges Silvester-Spektakel

Wie cool ist das denn: 114 Teilnehmer beim Eisbaden in Otterndorf

von Redaktion | 01.01.2026

Nach dem großen Erfolg beim Silvester-Eisbaden im Jahr 2024, gab es am letzten Tag des Jahres 2025 eine Wiederholung am Otterndorfer See Achtern Diek. Der TSV Otterndorf hat das frostige Spektakel wieder als Jahresabschluss veranstaltet.

Unter besten Wetterbedingungen startete das diesjährige Eisbaden am Otterndorfer See. Mit nur sieben Grad war es zwar ziemlich kalt, doch der blaue Himmel und die strahlende Sonne erwärmten zumindest die Herzen der vielen Eisbader. Nicht nur das Wetter hat sich im Vergleich zum Jahr 2024 positiv entwickelt, auch die Teilnehmerzahl ist deutlich gestiegen. Hatten sich im Vorjahr noch 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet, waren es diesmal 105 registrierte Schwimmerinnen und Schwimmer. Neun Personen entschieden sich vor Ort noch spontan, beim eisigen Wasserbad mitzumachen.

Die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer beobachteten begeistert das eisige Spektakel im und am See Achtern Diek. Foto: Rutzen

Die beiden Organisatoren Jonas von Bargen und Maik Schwanemann, Geschäftsführer des TSV Otterndorf, hatten mit so einer großen Resonanz nicht gerechnet. Um dem großen Andrang der 114 Teilnehmer und der rund 500 Zuschauer gerecht zu werden, wurde in diesem Jahr die Verpflegung ausgeweitet. Mit Bratwürsten, Chili, Glühwein und Punsch konnten sie sich bei den niedrigen Temperaturen zumindest innerlich aufwärmen. Für die kleineren Besucher gab es zudem Stockbrot, was sie über dem Lagerfeuer rösten konnten.

DLRG sorgte wieder für die Sicherheit beim Silvestereisbaden

Als dann um 14 Uhr der Startschuss für das Baden fiel, standen die Zuschauer dicht gedrängt um den See verteilt, um das Spektakel beobachten zu können. In Badehose, Bikini und Badeanzug stürzten sich die mutigen Eisbader in den See. Die meisten blieben nur eine kurze Zeit im drei Grad kalten Wasser, doch einige harrten mehrere Minuten im Wasser aus und schwammen sogar einige Bahnen. Die DLRG sorgte auch in diesem Jahr für die Sicherheit beim Silvestereisbaden.

Auch wenn das Eisbaden für viele auf den ersten Blick abschreckend wirken kann, hat es viele Vorteile, denn der kurze Kältereiz aktiviert das Immunsystem. Durch die Kälte wird die Bildung der weißen Blutkörperchen angeregt, die für die Abwehr von Krankheitserregern zuständig sind.

Jonas von Bargen, Mitorganisator des Otterndorfer Eisbadens, ging als Erster ins kühle Nass - bestens ausgerüstet mit Schwimmflügeln. Foto: Rutzen

Regelmäßiges Eisbaden trainiert außerdem das Herz-Kreislauf-System. Beim Eintauchen in das kalte Wasser ziehen sich die Blutgefäße zusammen und erweitern sich anschließend wieder, was die Durchblutung verbessert und sich so auch auf den Blutdruck und die Durchblutung der Gefäße auswirken kann. Ein weiterer positiver Aspekt des Eisbadens ist die Freisetzung von Glückshormonen, die langfristig zu einer Verminderung von Stress und einer Verbesserung der Schlafqualität führen, wie viele Eisschwimmer berichten.

Viele Teilnehmer haben in diesem Jahr zum ersten Mal beim Eisbaden mitgemacht. Dazu gehörte auch Simon Thielke. Er hat das Eisbaden bereits 2024 gesehen und hielt es für sehr interessant. Sein Nachbar Jonas von Bargen hat dann schließlich den Ausschlag gegeben, sich für eine Teilnahme zu entscheiden. "Das ist echt eine sehr coole Atmosphäre", sagte Thielke nach dem Eisbad. Er fand es eine schöne Erfahrung, viele Gleichgesinnte zu treffen und in einer großen gemeinschaftlichen Gruppe anzutreten.

Auch der Vorsitzende des TSV Otterndorf, Thomas Bullwinkel, stieg in die kühlen Fluten. Für ihn war es bereits die zweite Teilnahme. Auch wenn das Eisbaden etwas ungewöhnlich sei, mache er gerne mit. Warum? "Weil es geil ist." Es sei schön, in der Natur draußen zu sein. Er sagte auch, dass die ersten Schritte beim Eisbaden immer das Schlimmste seien und viel Überwindung fordern, aber nach einiger Zeit gewöhne man sich an die Kälte und es werde besser.

Für alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen gab es in diesem Jahr einen Preis für die Teilnahme, der aus einer Urkunde, einem goldenen Seepferdchen und einem Ingwershot bestand.

Von Amelie Rutzen

Zwei von 114 mutigen Teilnehmern: Simon Thielke (links) und Thomas Bullwinkel hatten viel Spaß beim Eisbaden im Otterndorfer See. Foto: Rutzen

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