Razzia gegen Kokain-Bande im Raum Stade: Haftbefehl gegen mutmaßlichen Bandenchef
Bei einer groß angelegten Drogenrazzia in den Landkreisen Stade und Harburg sowie in Hamburg hat die Polizei sechs Objekte durchsucht und zwei Verdächtige festgenommen. Ein mutmaßlicher Bandenchef sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.
Polizei und Staatsanwaltschaft haben bei Ermittlungen wegen mutmaßlichen Drogenhandels mehrere Objekte durchsucht und zwei Verdächtige festgenommen. Wie die Polizeiinspektion Stade und die Staatsanwaltschaft Stade gemeinsam mitteilten, geht es um den Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.
Das Verfahren wird demnach seit Februar 2026 bei der Polizeiinspektion Stade gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Stade geführt. Es richtet sich gegen vier Männer und zwei Frauen im Alter von 27 bis 44 Jahren aus den Landkreisen Stade und Harburg. Sie stehen im Verdacht, gemeinschaftlich als Bande nicht geringe Mengen Kokain in den beiden Landkreisen verkauft zu haben.
Sechs Objekte durchsucht
Einsatzkräfte der Polizei aus Stade, Buxtehude und Hamburg sowie der Bereitschaftspolizei aus Lüneburg durchsuchten am Donnerstag (1. Oktober 2026) zusammen mit Diensthundeführern der Polizeidirektion Lüneburg insgesamt sechs Objekte. Die Durchsuchungen fanden in Buxtehude, Dollern, Hamburg und Appel statt.
Dabei wurden zwei mutmaßliche Bandenmitglieder durch das Mobile Einsatzkommando und Fahndungskräfte der Polizeiinspektion Stade festgenommen. Bei den Durchsuchungen der Personen, der Objekte und der Fahrzeuge fanden die Einsatzkräfte nach Polizeiangaben verschiedene Beweismittel sowie rund 10.000 Euro Bargeld. Die Gegenstände und das Geld wurden sichergestellt.
Haftbefehl gegen mutmaßliches Bandenoberhaupt
Eine der festgenommenen Personen wurde zwischenzeitlich wieder aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen. Das mutmaßliche Bandenoberhaupt wurde im Laufe des Freitags (2. Oktober 2026) auf Antrag der Staatsanwaltschaft der zuständigen Haftrichterin beim Amtsgericht Stade vorgeführt.
Die Haftrichterin erließ einen Haftbefehl. Der Beschuldigte wurde anschließend in eine niedersächsische Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Ermittlungen in dem Verfahren dauern weiter an.
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