Schwerer Unfall auf B495 in Osten: Kabinenroller-Fahrer stirbt noch an Unfallstelle
Bei einem schweren Verkehrsunfall in Osten (Landkreis Cuxhaven) ist ein 70-jähriger Fahrer verstorben. Die B495 war am Sonnabend mehrere Stunden voll gesperrt. Die Unfallursache bleibt bislang unklar.
Zu einem schweren Verkehrsunfall sind Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr am Sonnabend (22. August 2026) gegen 14.45 Uhr auf die Bundesstraße 495 nach Osten alarmiert worden.
Nach Angaben vom Einsatzort war eine 90-jährige Autofahrerin aus Großenwörden (Landkreis Stade) mit ihrem Mercedes auf der B495 in Richtung Hemmoor unterwegs. Zur gleichen Zeit fuhr ein 70-jähriger Mann aus Osten mit einem Ecomobil-Kabinenroller, einem voll verkleideten dreirädrigen Elektro-Leichtkraftfahrzeug, ebenfalls in Richtung Hemmoor.
Auto kollidiert mit Kabinenroller
Zwischen den Abfahrten Lange Straße und Birkenstraße kollidierte die Autofahrerin aus bislang ungeklärter Ursache mit dem Kabinenroller. Sie soll das Leichtkraftfahrzeug laut Polizei übersehen haben.
Nachfolgende Verkehrsteilnehmer alarmierten umgehend die Rettungskräfte, leisteten Erste Hilfe und übergaben den inzwischen bewusstlosen und schwer verletzten Fahrer an den Rettungsdienst.
Der ADAC-Rettungshubschrauber "Christoph 67", der auf dem Flugplatz "Hungriger Wolf" in Hohenaspe in Schleswig-Holstein stationiert ist, wurde nachalarmiert und landete direkt an der Unfallstelle. Auch die Feuerwehr Osten aus der Samtgemeinde Hemmoor wurde hinzugezogen. Die Bundesstraße musste voll gesperrt werden.

Trotz intensiver Bemühungen von Notarzt und Rettungsdienst starb der 70-Jährige noch an der Unfallstelle. Die 90-jährige Autofahrerin wurde nach der medizinischen Erstversorgung mit leichten Verletzungen zur weiteren Behandlung in das Elbe Klinikum nach Stade gebracht.
Die Feuerwehr unterstützte die Polizei bei der Vollsperrung der B495. Nach der Unfallaufnahme wurde die Fahrbahn von Trümmerteilen befreit und gereinigt. Die Feuerwehr entfernte zudem auslaufende Betriebsstoffe. An den beteiligten Fahrzeugen entstand hoher Sachschaden in bislang unbekannter Höhe.
Vollsperrung bis in den Abend hinein
Wegen der umfangreichen Ermittlungen durch die Polizei zur Unfallursache blieb die B495 bis etwa 19.30 Uhr voll gesperrt. Zusätzlich zur Polizei Hemmoor waren spezielle Ermittler des Verkehrsunfalldienstes der Polizei Cuxhaven vor Ort, um mit Drohnenaufnahmen die Unfallstelle aus der Luft zu vermessen und zu analysieren.
Im Einsatz waren ein Rettungswagen und ein Notfallkrankentransportwagen des Cuxland-Rettungsdienstes, die Feuerwehr Osten, Gemeindebrandmeister Björn Müller und sein Stellvertreter Malte Schimmelpfennig, die Polizei Hemmoor, Ermittler des Verkehrsunfalldienstes der Polizei Cuxhaven sowie der ADAC-Abschleppdienst.
Von Jürgen Lange
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