DB Regio übernimmt Bahnstrecke Cuxhaven-Hamburg: Was das für die Fahrgäste bedeutet
Die Regionalverkehre Start Deutschland GmbH wird aufgelöst und in die DB Regio integriert. Auch Start Unterelbe, zuständig für die Bahnstrecke zwischen Cuxhaven und Hamburg, gehört zu der Gesellschaft. Von dem Wechsel sollen Fahrgäste profitieren.
Die Regionalverkehre Start Deutschland GmbH wird bis zum 1. August 2026 aufgelöst. Betroffen sind Strecken in Niedersachsen, darunter der Regionalexpress 5 (RE5), der die Strecke zwischen Hamburg-Hauptbahnhof und Cuxhaven bedient, wo auch der Sitz der Gesellschaft ist.
Ein Bahn-Sprecher bestätigte dem NDR die Informationen. Ziel der Auflösung ist, dass die Züge unter DB Regio wieder verlässlicher fahren sollen. Die Bahn-Tochter wird vollständig in die DB Regio AG integriert.
Alle Mitarbeiter und Verträge werden übernommen
Für Fahrgäste ändert sich vorerst nichts; die Fahrpläne bleiben gleich. Nur die Farbe der Züge und die Uniformen der Mitarbeiter werden bis zum 1. August angepasst. Die Fahrzeuge von DB Regio sind hauptsächlich rot. Die Integration soll den Betrieb auf den Start-Linien stabilisieren. Alle Mitarbeiter der Start GmbH werden laut Bahn übernommen.
Die Pünktlichkeit soll sich verbessern, da DB Regio auf mehr Personal und Züge zurückgreifen kann als das Tochterunternehmen Start. Auf der Strecke Hamburg-Cuxhaven kam es bei Start Unterelbe häufig zu Problemen.
Der Qualitätsmonitor der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) Niedersachsen zeigt einen Pünktlichkeitswert von 80,54 Prozent für 2025. Zum Vergleich: Die EVB erreicht auf ihrer Strecke zwischen Cuxhaven, Bremerhaven, Bremervörde und Buxtehude 95,55 Prozent. Verspätungen und Zugausfälle wurden oft mit Personalmangel begründet.
Die LNVG begrüßt laut NDR die Übernahme. "Wir erwarten, dass die internen Prüfungen zügig und reibungslos erfolgen, damit die Fahrgäste schnell von spürbaren Verbesserungen profitieren", sagte Melina Kunze, Sprecherin der LNVG. DB Regio übernimmt auch die bestehenden Verkehrsverträge.
HVV legt Pünktlichkeitsstatistik für S-Bahn offen
Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) hat seine Pünktlichkeitsstatistik für 2025 veröffentlicht. Die Zahlen der S-Bahn sind schlechter geworden: Sie erreichte 2025 bei einer Zielvorgabe von 94 Prozent einen Wert von 93,6 Prozent.

Die S-Bahnen im Hamburger Süden, die S3 und die S5, schnitten noch schlechter ab. Im Vorjahr lag die Pünktlichkeit nach Einführung des neuen S-Bahn-Liniennetzes bei 95,8 Prozent.
Der Rückgang hängt laut HVV mit folgenden Ereignissen zusammen: Sperrung der Eisenbahnbrücke Holstenstraße, vermehrte Störungen an der Infrastruktur und umfangreiche Baumaßnahmen im S-Bahnnetz, unter anderem am zentralen Knoten Hauptbahnhof.
Landrat: Bahnverbindung wichtiger Standortfaktor
"Die S-Bahn Hamburg, die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende und der HVV sind bereits in Gesprächen, um die Betriebslage zeitnah zu stabilisieren und zu verbessern", heißt es in einer Pressemitteilung. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind die zentralen Kennzahlen bei der Bewertung der Qualität des öffentlichen Nahverkehrs durch Fahrgäste.
Von Karsten Wisser