Besonderes Pilotprojekt in Wien vor dem Start
Ein bereits jetzt viel beachtetes Vorhaben startet nächste Woche im Cuxland und in Wien: Jugendliche und Reservisten werden gemeinsam auf dem Zentralfriedhof in Wien arbeiten, um Kriegsgräber zu pflegen.
Kreis Cuxhaven. Vom 26. Juli bis 2. August fahren Jugendliche aus dem Cuxland mit der Kreisgeschäftsführerin des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge des Landkreises, Katja Bruns-Cordes, nach Wien, um an einem Projekt zur Friedens- und Erinnerungsarbeit auf dem dortigen Zentralfriedhof teilzunehmen.
Gemeinsam mit ihnen reist eine Gruppe von Reservisten der Reservistenkameradschaft Wingst und Umgebung, die bereits zum wiederholten Mal Arbeitseinsätze für den Volksbund in Österreich absolvierten. Im Rahmen eines Pilotprojekts in der Samtgemeinde Land Hadeln reisen nun Reservisten und junge Menschen zusammen.
Während des einwöchigen Aufenthalts leisten die Jugendlichen einen aktiven Beitrag zur Kriegsgräberfürsorge. Die praktische Arbeit verbindet sich mit Einblicken in die Geschichte und soll dazu anregen, sich mit den Themen Demokratie und Verantwortung auseinanderzusetzen. Ein besonderer Höhepunkt ist die Einladung durch das österreichische Innenministerium, das damit die Bedeutung des Projektes und des internationalen Austausches würdigt.
Einsatz über Grenzen hinweg
Das Projekt ist ein gemeinsames Vorhaben des Landkreises Cuxhaven, der Samtgemeinde Land Hadeln, der Gemeinde Wingst, des Volksbundes, der Reservistenkameradschaft Wingst und Umgebung sowie des Kreisjugendrings Cuxhaven, der das Vorhaben ebenfalls unterstützt. Landrat Thorsten Krüger begrüßt das Engagement: "Ich freue mich, dass Jugendliche aus verschiedenen Gemeinden unseres Landkreises dieses besondere Pilotprojekt gemeinsam erleben. Sie setzen sich mit unserer Geschichte auseinander und sammeln Erfahrungen, die hoffentlich weit über diese Woche in Wien hinausreichen. Mein herzlicher Dank gilt allen Partnern, die dieses Pilotprojekt möglich machen. Dieses Miteinander zeigt, wie viel wir erreichen können, wenn sich junge Menschen, Ehrenamt und öffentliche Einrichtungen gemeinsam über Gemeinde- und Ländergrenzen aktiv für Friedensarbeit einsetzen."
Das Pilotprojekt verbindet auf besondere Weise praktische Kriegsgräberfürsorge mit historisch-politischer Jugendbildung.
Besondere Aufmerksamkeit erhält das Projekt bereits jetzt über die Grenzen Deutschlands hinaus. Der Aufenthalt in Wien wird von österreichischen Medien begleitet. Darüber hinaus dokumentiert der Volksbund die Reise für seine bundesweite Öffentlichkeitsarbeit. Hintergrund ist unter anderem die Rolle Österreichs als Partnerland der diesjährigen Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag im Deutschen Bundestag. (red)
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