Sturm hinterlässt viele Schäden im Kreis Cuxhaven: Feuerwehren kommen kaum zur Ruhe
Umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste und blockierte Straßen: Zwei Sturmtiefs haben am Wochenende für zahlreiche Feuerwehreinsätze im Kreis Cuxhaven gesorgt. Und ganz vorbei ist das stürmische Wetter noch nicht.
Kaum war das erste Sturmtief über die Region hinweggezogen, folgte bereits das nächste: "Luise" und "Manja" haben die Feuerwehren im Cuxland am Wochenende vom 24. und 25. Oktober auf Trab gehalten. Vor allem in den Nacht- und frühen Morgenstunden mussten die Einsatzkräfte immer wieder ausrücken, um umgestürzte Bäume und andere Hindernisse von Straßen und Gehwegen zu beseitigen.
Bereits in der Nacht zum Sonnabend sorgte Sturmtief "Luise" für die ersten Einsätze. Um 2.43 Uhr wurde die Feuerwehr Bülkau zu einem umgestürzten Baum auf der Straße Siedenteil in Richtung Ihlienworth gerufen. Rund 15 Einsatzkräfte unter der Leitung von Ortsbrandmeister Peter Gorski sicherten die Einsatzstelle, leuchteten sie aus und zerkleinerten den Baum mit einer Motorsäge. Nach etwa 45 Minuten war die Fahrbahn wieder frei.

Nur wenige Minuten später, um 2.50 Uhr, musste auch die Feuerwehr Lamstedt ausrücken. Auf der B495, der Bremervörder Straße, war ein rund 40 Zentimeter dicker Baum quer über die Fahrbahn gestürzt. Beide Fahrspuren und der Gehweg waren blockiert. Sieben Feuerwehrleute rückten mit zwei Fahrzeugen an, beseitigten den Baum mit Kettensägen und reinigten anschließend die Straße.

Zweites Sturmtief sorgt für weitere Einsätze
In der Nacht zum Sonntag brachte Sturmtief "Manja" erneut Arbeit für die Feuerwehren. Kurz nach 2 Uhr wurden auf der B73 in Cadenberge zwischen Kirchenstieg und Schwimmbadallee zwei umgestürzte Bäume gemeldet. Die Feuerwehr Cadenberge beseitigte die Hindernisse zügig.
Um 2.47 Uhr wurde die Feuerwehr Moorausmoor-Neubachenbruch zu einer sturmbedingten Gefahrenstelle auf der Bachenbrucher Straße in Moorausmoor alarmiert.

Wenig später war die Feuerwehr Wingst gefordert. Ein Busfahrer hatte auf der Straße Altkehdingen zwischen der Wasserwerkstraße und der Kreuzung in Richtung Cadenberge ein massives, vom Wind umgeworfenes Baustellenschild entdeckt. Da sich das schwere Schild nicht von einer einzelnen Person entfernen ließ, wurde um 3.17 Uhr Alarm für die Feuerwehr Wingst ausgelöst. Die Einsatzkräfte räumten das Hindernis von der Fahrbahn und sicherten die Gefahrenstelle.

Auch am Sonntagmorgen keine Ruhe
Mit Tagesanbruch waren die Einsätze noch nicht beendet. Um 7.56 Uhr wurde die Feuerwehr Bülkau erneut alarmiert. Ein ehemaliger Feuerwehrkamerad hatte einen umgestürzten Baum auf dem Landmark-Mühlenweg kurz vor der Kanalbrücke gemeldet. Unter der Leitung von Ortsbrandmeister Peter Gorski rückten 16 Einsatzkräfte aus. Nach rund einer halben Stunde war der Baum zersägt und die Straße wieder befahrbar.
Auch in Otterndorf hatte der Sturm Spuren hinterlassen. Um 8.15 Uhr wurde die Feuerwehr zum Helgoländer Weg gerufen. Dort versperrte ein größerer herabgestürzter Ast den Gehweg. Die Einsatzkräfte zerkleinerten das Holz mit einer Motorsäge und reinigten anschließend den Weg. Bereits nach etwa 15 Minuten war der Einsatz beendet.

Wetter bleibt zunächst stürmisch
Neben den Feuerwehren aus Bülkau, Lamstedt, Cadenberge, Moorausmoor-Neubachenbruch, Wingst und Otterndorf war auch die Polizei im Einsatz. Menschen wurden nach bisherigen Erkenntnissen nicht verletzt.
Ganz ausgestanden ist das stürmische Wetter allerdings noch nicht. Am Montag, 26. Oktober, soll die Gefahr orkanartiger Böen an der Nordseeküste allmählich abnehmen. Dennoch werden tagsüber weiterhin stürmische Böen mit Geschwindigkeiten um 65 Kilometer pro Stunde erwartet. Auch am Dienstag und Mittwoch bleibt es windig, vereinzelt muss weiterhin mit Sturmböen gerechnet werden. Erst ab Donnerstag dürfte sich das Wetter deutlich beruhigen.
Von Jürgen Lange

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