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Die beiden Sturmtiefs „Luise“ und „Manja“ sorgten am Wochenende für zahlreiche Feuerwehreinsätze im Kreis Cuxhaven. In der Nacht zum Sonnabend rückte die Feuerwehr Bülkau zu einem umgestürzten Baum aus. Foto: Jürgen Lange
Die beiden Sturmtiefs „Luise“ und „Manja“ sorgten am Wochenende für zahlreiche Feuerwehreinsätze im Kreis Cuxhaven. In der Nacht zum Sonnabend rückte die Feuerwehr Bülkau zu einem umgestürzten Baum aus. Foto: Jürgen Lange
Zahlreiche Einsätze

Sturm hinterlässt viele Schäden im Kreis Cuxhaven: Feuerwehren kommen kaum zur Ruhe

25.10.2026 Zuletzt aktualisiert: 25.10.2026 15:26 Uhr

Umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste und blockierte Straßen: Zwei Sturmtiefs haben am Wochenende für zahlreiche Feuerwehreinsätze im Kreis Cuxhaven gesorgt. Und ganz vorbei ist das stürmische Wetter noch nicht.

Kaum war das erste Sturmtief über die Region hinweggezogen, folgte bereits das nächste: "Luise" und "Manja" haben die Feuerwehren im Cuxland am Wochenende vom 24. und 25. Oktober auf Trab gehalten. Vor allem in den Nacht- und frühen Morgenstunden mussten die Einsatzkräfte immer wieder ausrücken, um umgestürzte Bäume und andere Hindernisse von Straßen und Gehwegen zu beseitigen.

Bereits in der Nacht zum Sonnabend sorgte Sturmtief "Luise" für die ersten Einsätze. Um 2.43 Uhr wurde die Feuerwehr Bülkau zu einem umgestürzten Baum auf der Straße Siedenteil in Richtung Ihlienworth gerufen. Rund 15 Einsatzkräfte unter der Leitung von Ortsbrandmeister Peter Gorski sicherten die Einsatzstelle, leuchteten sie aus und zerkleinerten den Baum mit einer Motorsäge. Nach etwa 45 Minuten war die Fahrbahn wieder frei.

Dick eingepackt trotzten Spaziergänger am Wochenende dem stürmischen Wetter am Otterndorfer Deich. Foto: Potschka

Nur wenige Minuten später, um 2.50 Uhr, musste auch die Feuerwehr Lamstedt ausrücken. Auf der B495, der Bremervörder Straße, war ein rund 40 Zentimeter dicker Baum quer über die Fahrbahn gestürzt. Beide Fahrspuren und der Gehweg waren blockiert. Sieben Feuerwehrleute rückten mit zwei Fahrzeugen an, beseitigten den Baum mit Kettensägen und reinigten anschließend die Straße.

Mit zwei Fahrzeugen und sieben Einsatzkräften rückte die Feuerwehr Lamstedt am Sonnabend gegen 2.50 Uhr zu einem umgestürzten Baum auf der B495 aus. Foto: JÜrgen Lange

Zweites Sturmtief sorgt für weitere Einsätze

In der Nacht zum Sonntag brachte Sturmtief "Manja" erneut Arbeit für die Feuerwehren. Kurz nach 2 Uhr wurden auf der B73 in Cadenberge zwischen Kirchenstieg und Schwimmbadallee zwei umgestürzte Bäume gemeldet. Die Feuerwehr Cadenberge beseitigte die Hindernisse zügig.

Um 2.47 Uhr wurde die Feuerwehr Moorausmoor-Neubachenbruch zu einer sturmbedingten Gefahrenstelle auf der Bachenbrucher Straße in Moorausmoor alarmiert.

Der Herbst zeigte sich am Sonntag am Otterndorfer Deich von seiner rauen Seite. Graue Wolken zogen über die Elbmündung hinweg. Foto: Potschka

Wenig später war die Feuerwehr Wingst gefordert. Ein Busfahrer hatte auf der Straße Altkehdingen zwischen der Wasserwerkstraße und der Kreuzung in Richtung Cadenberge ein massives, vom Wind umgeworfenes Baustellenschild entdeckt. Da sich das schwere Schild nicht von einer einzelnen Person entfernen ließ, wurde um 3.17 Uhr Alarm für die Feuerwehr Wingst ausgelöst. Die Einsatzkräfte räumten das Hindernis von der Fahrbahn und sicherten die Gefahrenstelle.

Ein ehemaliger Feuerwehrkamerad entdeckte am Sonntagmorgen einen umgestürzten Baum auf dem Landmark-Mühlenweg kurz vor der Kanalbrücke. Foto: Jürgen Lange

Auch am Sonntagmorgen keine Ruhe

Mit Tagesanbruch waren die Einsätze noch nicht beendet. Um 7.56 Uhr wurde die Feuerwehr Bülkau erneut alarmiert. Ein ehemaliger Feuerwehrkamerad hatte einen umgestürzten Baum auf dem Landmark-Mühlenweg kurz vor der Kanalbrücke gemeldet. Unter der Leitung von Ortsbrandmeister Peter Gorski rückten 16 Einsatzkräfte aus. Nach rund einer halben Stunde war der Baum zersägt und die Straße wieder befahrbar.

Auch in Otterndorf hatte der Sturm Spuren hinterlassen. Um 8.15 Uhr wurde die Feuerwehr zum Helgoländer Weg gerufen. Dort versperrte ein größerer herabgestürzter Ast den Gehweg. Die Einsatzkräfte zerkleinerten das Holz mit einer Motorsäge und reinigten anschließend den Weg. Bereits nach etwa 15 Minuten war der Einsatz beendet.

Auch in Otterndorf hinterließ der Sturm seine Spuren: Ein größerer herabgestürzter Ast blockierte am Sonntagmorgen den Gehweg im Helgoländer Weg. Foto: Jürgen Lange

Wetter bleibt zunächst stürmisch

Neben den Feuerwehren aus Bülkau, Lamstedt, Cadenberge, Moorausmoor-Neubachenbruch, Wingst und Otterndorf war auch die Polizei im Einsatz. Menschen wurden nach bisherigen Erkenntnissen nicht verletzt.

Ganz ausgestanden ist das stürmische Wetter allerdings noch nicht. Am Montag, 26. Oktober, soll die Gefahr orkanartiger Böen an der Nordseeküste allmählich abnehmen. Dennoch werden tagsüber weiterhin stürmische Böen mit Geschwindigkeiten um 65 Kilometer pro Stunde erwartet. Auch am Dienstag und Mittwoch bleibt es windig, vereinzelt muss weiterhin mit Sturmböen gerechnet werden. Erst ab Donnerstag dürfte sich das Wetter deutlich beruhigen.

Von Jürgen Lange

Auch das stürmische Herbstwetter hielt einige Spaziergänger nicht von einem Ausflug an den Otterndorfer Deich ab. Foto: Potschka

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