Die Kuh läuft in Stade durch ein Wohngebiet - bis ein Streifenwagen vor ihr steht. Foto: Polizei Stade
Die Kuh läuft in Stade durch ein Wohngebiet - bis ein Streifenwagen vor ihr steht. Foto: Polizei Stade
Einsätze mit dramatischen Folgen

Tierischer Einsatz im Kreis Stade: Kuh läuft mitten in der Nacht durch ein Wohngebiet

von Redaktion | 18.07.2025

Plötzlich steht die Kuh vor dem Streifenwagen: Ein tierischer Ausflug endete im Kreis Stade mit einem Einsatz für die Polizei. Nächtliche Ausflüge von Kühen und Pferden sorgen immer wieder für Unruhe. Teilweise mit dramatischen Folgen.

Die Polizei musste in der Nacht zu Freitag, 18. Juli 2025, gegen 2 Uhr nach Hammah (Kreis Stade) ausrücken: "Ein aufmerksamer Passant hatte eine freilaufende Kuh in der Bahnhofstraße gemeldet", berichtet Rainer Bohmbach, Sprecher der Polizeiinspektion Stade.

Ein Fahrer eines Milchlasters, der nach eigenen Angaben auf dem Weg nach Zeven war, berichtete dem Stader Tageblatt, die Kuh habe vor seinem Lkw auf der Straße gestanden. Er habe die Polizei verständigt und den Beamten die auf der Ohrmarke befindliche Nummer durchgegeben.

Halter bringt Kuh nach Hause

Eine Polizeistreife rückte aus, entdeckte die umherstreifende Kuh und ermittelte den Tierhalter. Damit war der Ausflug beendet: "Nach ihrem nächtlichen Ausflug wurde die Kuh dann von ihrem Halter wieder nach Hause geführt", sagt der Stader Polizeisprecher.

Die Polizei bringt das ausgewachsene Tier wieder zu ihrem Halter. Foto: Polizei Stade

Junge Kuh verwüstet Terrasse in Hamburg

Immer wieder büxen Kühe und Pferde aus. Teilweise mit dramatischen Folgen. 2021 sorgte eine Kuh in der Großsiedlung Mümmelmannsberg in Hamburg für Aufregung. Das Tier war von einer Weide in Harvighorst (Kreis Stormarn) entlaufen.

Zum Schrecken einer Anwohnerin lief die Kuh über die Terrasse und zerstörte dabei Möbel und die angepflanzten Blumen.

Anschließend wurde das Tier jedoch unversehrt mit einem Hänger auf die etwa einen Kilometer Luftlinie entfernte Weide zurückgebracht.

Entlaufenes Pferd auf der Landesstraße 131

Erst im März dieses Jahres wurde ein 28-jähriger Transporterfahrer bei einem Unfall mit einem ausgebüxten Pferd leicht verletzt. Zwischen Scheeßel und Westervesede (Kreis Rotenburg) war das Tier gegen 4.11 Uhr auf der Landesstraße 131 plötzlich auf die Fahrbahn gelaufen. Der 28-Jährige konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen. Das Pferd verstarb noch an der Unfallstelle.

Taxifahrer stirbt bei Kollision mit Pferd

Tödlich endete der Zusammenstoß mit Pferden für einen Taxifahrer im September 2024 auf der B73 in Stade. In der Nacht zum war der 48-jährige Taxifahrer mit einem Fahrgast von Hamburg nach Cuxhaven unterwegs. Gleichzeitig brachen zwei Pferde von einer Weide aus und liefen auf die Bundesstraße 73. Kurz vor Mitternacht kam es zur Kollision: Das Taxi erfasste die beiden Pferde frontal.

Der VW Touran wurde eingedrückt und kam an der Leitplanke zum Stehen. Der Fahrer aus Hamburg erlitt lebensgefährliche Verletzungen, denen er später im Krankenhaus erlag. Sein Fahrgast wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Beide Pferde erlagen ihren Verletzungen noch an der Unfallstelle.

Pferd beim Agathenburger Schloss ausgebüxt

Nur wenige Wochen später kollidierte in Agathenburg eine 82-jährige Opelfahrerin auf der B73 mit einem entlaufenen Pferd. Das Pferd sei auf der Bundesstraße frei umhergelaufen, sagte Polizeisprecher Matthias Bekermann. Auf Höhe des Agathenburger Schlosses kam es gegen 13 Uhr zum Zusammenstoß.

Die Autofahrerin wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Das Pferd starb. Es wurde unweit des Schlosses verendet aufgefunden. (red/set)

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