Tödlicher Unfall auf der B73 bei Stade: Taxifahrer und zwei Pferde sterben
In der Nacht zu Montag ereignete sich auf der B73 bei Stade-Riensförde ein tragischer Unfall, bei dem ein Taxifahrer und zwei Pferde ums Leben kamen. Bis in die Morgenstunden musste die Strecke auf beiden Seite voll gesperrt werden.
Ein Taxifahrer und zwei Pferde sind in der Nacht zu Montag in Stade bei einem schweren Verkehrsunfall tödlich verletzt worden. Nach ersten Angaben der Feuerwehr kollidierte gegen 0.05 ein Taxi auf der B73 frontal mit zwei freilaufenden Pferden.
Ersten Erkenntnissen zufolge war der Taxifahrer mit einem Fahrgast von Hamburg nach Cuxhaven unterwegs. Zeitgleich brachen zwei Pferde anscheinend von einer Weide aus und liefen auf die Bundesstraße. Gegen 23.51 Uhr waren der Polizei bereits mit einen Anruf die freilaufenden Tiere im Barger Weg gemeldet worden. Die Beamten waren mit mehreren Fahrzeugen auf dem Weg, berichtet Polizeisprecher Martin Bekermann. Auch eine Verkehrswarnmeldung wurde sofort herausgegeben.
Autofahrer stirbt im Elbe Klinikum
Nur wenige Augenblicke später, kurz vor Mitternacht, erfasste das Taxi die beiden etwa 500 Kilogramm schweren Pferde frontal. Das Fahrzeug wurde eingedrückt und kam an der Leitplanke zum Stehen. Der Fahrer erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde im Wrack eingeklemmt. Sein 31-jähriger Fahrgast auf der Rückbank wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Der Kroate wurde vorsorglich ins Stader Elbe Klinikum gebracht.

Die Polizei fand die Unfallstelle und rief die Feuerwehr und den Rettungsdienst zur Unterstützung. Die 45 Retter der beiden Züge der Stader Feuerwehr befreiten den Fahrer aus dem Wrack und mussten ihn noch an der Unfallstelle wiederbeleben.
Er wurde sofort in das drei Kilometer entfernte Elbe Klinikum Stade transportiert, wo Ärzte in der Nacht um sein Leben kämpften. Vergebens. Der Mann starb.
Zwei Pferde sterben in Höhe der Anschlussstelle in Riensförde
Beide Pferde erlagen ihren Verletzungen noch an der Unfallstelle in Höhe der Anschlussstelle Stade-Riensförde. "Eine Nachbesprechung mit der Notfallseelsorge für alle beteiligten Einsatzkräfte findet nach dem Einsatz statt", sagte Stades Feuerwehrsprecher Stefan Braun.
Die B73 musste in beide Richtungen bis 5.50 Uhr voll gesperrt werden, bis die toten Tiere abtransportiert waren. Die Polizei sicherte umfangreich Spuren und ermittelt nun, woher die Pferde stammten und wie sie ausbrechen konnten.
Von Tobias Johanning