Neues Baugebiet in Wanna: "Seegern II" steht kurz vor der Vermarktung
Nach jahrelanger Planung kommt Bewegung in das neue Wohngebiet "Seegern II" in Wanna. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung zentrale Beschlüsse gefasst, bald sollen Verkaufspreise und Vergabekriterien festgelegt werden.
In der Gemeinde Wanna geht es derzeit Schlag auf Schlag: Die Grundschule wird umgebaut, vor wenigen Tagen erfolgte der erste Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus - und nun steht mit dem Baugebiet "Seegern II" das nächste große Zukunftsprojekt in den Startlöchern. Das neue Wohngebiet entsteht direkt gegenüber der neuen Feuerwehr an der Landesstraße 118.
Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig mehrere wichtige Beschlüsse gefasst, um das Baugebiet auf den Weg zu bringen. Bereits im Mai war der Auftrag für die Erschließungsarbeiten vergeben worden. Den Zuschlag erhielt die Firma Georg Mehrtens Ingenieur-Bau GmbH aus Hagen. Die Auftragssumme für die Gemeinde beträgt rund 471.700 Euro, die Erschließung erfolgt gemeinsam mit dem Wasserverband Land Hadeln, der die Ver- und Entsorgungsleitungen mit herstellen lässt.
Planungen begannen bereits vor fünf Jahren
Bis zu diesem Punkt war es jedoch ein langer Weg. Bereits vor fünf Jahren begannen die Planungen für das Baugebiet. Zahlreiche planerische, rechtliche und organisatorische Schritte mussten durchlaufen werden, bevor das Projekt umgesetzt werden konnte. Bürgermeisterin Nicole Friedhoff sagt dazu: "Es wäre mir lieber gewesen, wenn wir das Baugebiet schneller hätten auf den Weg bringen können." Das vorherige Baugebiet sei innerhalb kürzester Zeit vollständig vergeben worden, erklärte Friedhoff. Die Nachfrage nach Bauplätzen in Wanna sei weiterhin groß.
Mit den jüngsten Ratsbeschlüssen wurden nun weitere Voraussetzungen geschaffen. So stimmte der Rat einer Vereinbarung mit dem Land Niedersachsen über den Neubau einer Einmündung zur Landesstraße 118 zu. Diese ist notwendig, um das neue Wohngebiet verkehrssicher zu erschließen. Für die spätere Unterhaltung der Einmündung zahlt die Gemeinde einmalig einen Ablösebetrag von 8.000 Euro an das Land Niedersachsen.
Außerdem beschloss der Gemeinderat die sogenannte Sonderung des Baugebietes. Dabei werden die bisherigen Flächen offiziell in Erschließungsanlagen und einzelne Baugrundstücke aufgeteilt - eine unverzichtbare Voraussetzung für den späteren Verkauf. Mit dieser Aufgabe wird das Katasteramt Otterndorf beauftragt. Die Kosten werden auf rund 12.600 Euro geschätzt.
Der vorliegende Aufteilungsentwurf zeigt, dass im Baugebiet mehrere unterschiedlich große Baugrundstücke entstehen sollen. Die Grundstücksgrößen reichen von rund 526 bis über 1500 Quadratmetern und bieten damit sowohl Platz für kompakte Einfamilienhäuser als auch für größere Bauvorhaben.
Die Vermarktung der Baugrundstücke soll nun in Kürze beginnen. Voraussichtlich am Mittwoch, 22. Juli, kommt der Gemeinderat erneut zusammen. Dann sollen die Verkaufspreise sowie die Vergabekriterien beschlossen werden. Im Anschluss können die Grundstücke offiziell angeboten und Kaufinteressierte über das weitere Verfahren informiert werden.
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