Vom Zirkuswagen-Café bis zum Fahrradrastplatz: Wanna sammelt Ideen für die Zukunft
Was haben Wanna, Nordleda, Flögeln, Neuenwalde und Krempel gemeinsam? Die Dörfer bewerben sich für das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen. Bei einem Dorfstammtisch in Wanna wurden am Donnerstag (12. Februar) erste Ideen entwickelt.
Die Bewerbung ist raus, jetzt heißt es abwarten und hoffen. Voraussichtlich im Spätsommer wird sich entscheiden, ob die Gemeinde Wanna zusammen mit den Dörfern Nordleda, Flögeln, Neuenwalde und Krempel in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen wird. "Ich schätze unsere Chancen als recht gut ein", sagte Wannas Bürgermeisterin Nicole Friedhoff beim ersten Dorfstammtisch, der am Donnerstag im Gemeindehaus über die Bühne ging.
Was die fünf Dörfer eint, ist das Ahlenmoor, das neben dem Teufelsmoor zu den größten Mooren Niedersachsens zählt. Die beteiligten Orte haben sich deshalb den Leitspruch "Ein Moor, fünf Orte, eine Region - das sind wir" gegeben. Wenn es mit der Aufnahme ins Förderprogramm klappt, winkt eine attraktive Förderquote von bis zu 75 Prozent für öffentliche Projekte. 35 Prozent Förderung sind für private Maßnahmen möglich. Zudem können Kleinstprojekte bis 2500 Euro kurzfristig umgesetzt werden.
Fotospots, E-Ladesäulen und ein Mini-Laden
Gefragt sind jetzt gute Ideen, und die sammelten am Donnerstagabend rund 50 Interessierte aus allen Teilen der Gemeinde Wanna. "Es geht darum, gut vorbereitet zu sein", eröffnete Nicole Friedhoff den lockeren Austausch. Die Vorschläge sprudelten nur so und reichten vom "Mini-Tante-Enso-Laden" in Ahlen-Falkenberg und einem gemeinschaftlichen Reitplatz bis zum Zirkuswagen-Café und der Integration neuer Bürgerinnen und Bürger. Weitere Anregungen sind ein Outdoor-Aktivitätsweg von Ahlen-Falkenberg nach Wanna, Fotospots, E-Ladesäulen, ein Fahrradrastplatz und ein Projekt für gemeinschaftliches Wohnen.
Was den Bewohnerinnen und Bewohnern besonders am Herzen liegt, ist ein Multifunktionshaus beziehungsweise ein "Haus der Vereine", das für Versammlungen und Veranstaltungen genutzt werden kann. Weil viele Gaststätten in den vergangenen Jahren aufgegeben haben, fehlt ein solcher Treffpunkt.
Bürgermeisterin Nicole Friedhoff schlug vor, im Rahmen einer Dorfrundfahrt weitere Anregungen und Verbesserungsmöglichkeiten für das Dorf zu sammeln. Die jungen Bewohnerinnen und Bewohner sollen einbezogen werden. Gesucht wird außerdem eine Person, die sich zum Dorfmoderator ausbilden lassen will.