Blutspenden helfen, die medizinische Versorgung von Patienten zu sichern, die zum Beispiel im Verlauf größerer Operationen oder auch begleitend zu einer Chemotherapie nach einer Krebserkrankung dringend auf Präparate aus Spenderblut angewiesen sind. Foto: Frank Molter/dpa
Blutspenden helfen, die medizinische Versorgung von Patienten zu sichern, die zum Beispiel im Verlauf größerer Operationen oder auch begleitend zu einer Chemotherapie nach einer Krebserkrankung dringend auf Präparate aus Spenderblut angewiesen sind. Foto: Frank Molter/dpa
Dank des DRK

Weltblutspendetag am 14. Juni: Über drei Millionen Spender beim Deutschen Roten Kreuz

von Redaktion | 14.06.2025

Der Weltblutspendetag ehrt die stillen Helden des Alltags, deren Spenden die medizinische Versorgung sichern. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) erinnert daran, mahnt aber zugleich, dass die Erstspenderzahlen sinken.

Zum Weltblutspendetag am morgigen Sonnabend, 14. Juni, bedanken sich die DRK-Blutspendedienste bei den engagierten Blutspenderinnen und Blutspendern. Blutkonserven werden jeden Tag benötigt, doch die Zahl der Erstspenderinnen und -spender geht zurück. 
Am 14. Juni ist Weltblutspendetag - ein Tag, der vor allem unermüdlichen Blutspenderinnen und Blutspendern gewidmet ist. Ihr Einsatz ist ein Ausdruck gelebter Solidarität und ein unverzichtbarer Beitrag zur medizinischen Versorgung in Deutschland. 

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels gewinnt dieses unersetzliche Engagement zusätzlich an Bedeutung: Während die Bevölkerung insgesamt altert, sinken insbesondere in den jüngeren Altersgruppen die Spenderzahlen - eine Entwicklung, die langfristig zur Herausforderung für die Versorgungssicherheit werden kann.
"Unser Versorgungssystem ist auf das dauerhafte Mitwirken vieler angewiesen - über Generationen hinweg", betont Georg Götz, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der DRK-Blutspendedienste. "Ob Grippewelle, Sommerferien oder demografischer Wandel - je mehr Menschen regelmäßig spenden, desto stabiler bleibt die Versorgung. Blutspenderinnen und Blutspender sind echte Leuchttürme der Gemeinschaft. Sie zeigen Haltung, Verantwortung und Solidarität."
Im Jahr 2024 kamen rund 3,16 Millionen Menschen zu einem der bundesweit 40.696 DRK-Blutspendetermine. Sie alle tragen zur Versorgung von Patientinnen und Patienten in Kliniken bei - an 365 Tagen im Jahr. Doch mit Blick auf die Zukunft reicht dieses Engagement allein nicht aus. Nur mit einer dauerhaft breiten Basis an Spenderinnen und Spendern könne die Versorgung auch künftig gesichert werden. 
Erfahrungsgemäß kommt es in den Sommermonaten immer wieder zu einem Rückgang bei der Spendenbereitschaft - etwa durch Urlaubszeiten oder Hitzewellen. Gleichzeitig bleibe der Bedarf an Blutpräparaten konstant hoch: Täglich werden in deutschen Kliniken Tausende Präparate für Operationen, zur Behandlung schwerer Krankheiten oder in Notfällen benötigt. Die DRK-Blutspendedienste appellieren daher eindringlich: "Blutspenden retten Leben - regelmäßig, generationenübergreifend und zu jeder Jahreszeit."

Blutspender sind "Lebensretter". Mit einer Blutspende könne bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden. Eine Vielzahl von Patienten verdanke ihr Leben fremden Menschen, die ihr Blut freiwillig und uneigennützig spendeten. Neben Unfallopfern und Patienten mit Organtransplantationen seien vor allem Krebspatienten auf Blutpräparate angewiesen.
Jeden Tag würden in Deutschland etwa 15.000 Blutspendenden benötigt. Dazu organisieren die DRK-Blutspendedienste in Deutschland rund 43.000 Blutspendetermine im Jahr - nach strengen ethischen Normen - freiwillig, gemeinnützig und unentgeltlich. Das DRK decke auf dieser Grundlage mehr als 75 Prozent der Blutversorgung in Deutschland ab.
Grundsätzlich darf jeder gesunde Mensch ab einem Alter von 18 Jahren (voll geschäftsfähig) beim DRK zur Blutspende gehen. Frauen können viermal, Männer sogar sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Abstand von mindestens 56 Tagen liegen. Für eine Blutspende ist der der amtliche Lichtbildausweis erforderlich. (red)

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