Wingst feiert Jubiläum - und das sogar mehrfach: Gemeinde lädt Jung und Alt ein
Die Wingst feiert 725 Jahre Geschichte, urkundlich erwähnt am 19. März. Ein Bürgerfest am 12. Juni im Spielpark würdigt dieses Jubiläum. Die Vergangenheit der Wingst ist geprägt von Rittergeschlechtern und kirchlichen Besitzungen.
Das ist wohl die Geburtsstunde: Die Wingst ist in diesem Jahr 725 Jahre alt - erstmalig urkundlich erwähnt wurde sie am 19. März. Die Gemeinde nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, zum 12. Juni Jung und Alt zu einem großen Bürgerfest in den Spielpark einzuladen. Dabei werden sich die Vereine und Verbände präsentieren.
Auf der kürzlich stattgefundenen Ratssitzung nahm die Gemeinde Wingst das Jubiläum zum Anlass, die Besucherinnen und Besucher zum Abendessen einzuladen. Vorher stellte Ingelore Borchers die Geschichte der Wingst dar. Demnach wurden die Ortsteile Westerhamm, Oppeln und Winx zum ersten Mal erwähnt, ebenso wie der Balksee und die dortige Remperburg - allerdings existiert die Verkaufsurkunde nicht mehr.
Remperburg an die Ritter überlassen
Die damalige Remperburg am Balksee wurde vom Erzbischof von Brunckhorst an die Ritter von Luneberg und von Osten überlassen. Der Forst gehörte mit zu den Besitzungen. Fast 300 Jahre herrschte hier die Familie Luneberg, bis 1498 die Erben die Anteile verkauften.
Ab 1507 war die komplette Wingst im Besitz des Erzbistums Bremen. Ab dem 17. Jahrhundert bis Anfang des 20. Jahrhunderts war das Gut Dobrock im Besitz der von Bremers, die während dieser Zeit die Entwicklung der Wingst maßgeblich mitgestalteten. Bereits Anfang des 16. Jahrhunderts hatten die Bremers ihren Familiensitz in Cadenberge und Besitz in der Wingst.
Politische Gemeinde seit dem Jahr 1852
Die Geschichte der Gemeinde Wingst ist weitaus jünger - sie reicht hinein ins Jahr 1852 - der eigentliche Geburtstag war wohl der 3. November 1852, als sich nach dem Gesetz über die Landgemeinde die politische Gemeinde Wingst vom Kirchspiel Cadenberge trennte. Der Wingst stehen demnach im kommenden Jahr weitere Feierlichkeiten ins Haus mit dem 125-jährigen Bestehen der politischen Gemeinde.