Camp Canis in Wingst: 720 Teilnehmer mit Hunden überwinden verschiedene Hindernisse
In der Wingst haben 720 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihren Hunden das Camp-Canis-Event gemeistert. Auf Strecken bis 30 Kilometer standen Teamgeist, Hindernisse und Matsch im Mittelpunkt.
Ein sportliches Abenteuer der besonderen Art liegt hinter 720 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und ihren vierbeinigen Begleitern: Trotz wiederkehrender Regenfälle lockte das Camp-Canis-Event am Sonnabend und Sonntag (5. und 6. September 2026) zahlreiche Mensch-Hund-Teams aus ganz Deutschland und den Niederlanden in die Wingst. Auf der anspruchsvollen Strecke standen das gemeinsame Überwinden von Herausforderungen und die Freude am Matsch im Mittelpunkt.
Auf Distanzen von fünf bis 30 Kilometern ging es durch abwechslungsreiches Gelände. Naturstrecken mit tiefem Schlamm, Wasserpassagen und kniffligen Hindernissen verlangten Mensch und Tier gegenseitiges Vertrauen ab. Eine klassische Zeitnahme oder Siegerlisten gab es bewusst nicht: Der Weg und das Gemeinschaftsgefühl waren das Ziel. Jedes Gespann, das die Ziellinie überquerte, wurde von der familiären Community gefeiert.
Zu den Teilnehmern gehörten unter anderem Patricia mit ihrem Hund Hugo aus Berlin, die den Schlammcontainer durchschwammen und anschließend glücklich ins Ziel liefen. Zwei Teilnehmerinnen aus Cadenberge nahmen mit ihren Hunden die Continentalsperre, einen Reifenparcours, in Angriff.
Direkt nach dem Start waren einige Hunde kaum zu halten, um zum ersten Hindernis zu gelangen. Irina mit Mailo und Silvia mit Mira aus Berne im Landkreis Wesermarsch bewältigten mit ihren Hunden eine Wasserrutsche; Regen und ein Wasserschlauch sorgten dabei für zusätzliche Nässe. Janina und ihr Hund Alfa reisten rund 750 Kilometer aus Regensburg in Bayern an. Sie wagte ohne Hund den Sprung aus luftiger Höhe in ein Sprungtuch. Ebenfalls aus Regensburg kam Florientine mit ihrem ständigen Begleithund Arko; auch sie fasste Mut und sprang in das Sprungtuch.
Die Gesundheit der Vierbeiner stand während der gesamten Veranstaltung im Mittelpunkt. Neben vorgeschriebener Ausrüstung wie Zuggeschirr, Ruckdämpferleine und Bauchgurt galten strikte Impf- und Altersvorgaben. Für medizinische Notfälle stand die Berliner Tierärztin Maria Gardei bereit. Die Erstversorgung der zweibeinigen Sportler sicherten zwei Einsatzfahrzeuge der Johanniter-Unfall-Hilfe aus Bremerhaven. Für einen reibungslosen Ablauf im Straßenverkehr und schnelle Hilfe im Gelände sorgte die Freiwillige Feuerwehr Wingst.
Nach einem gelungenen Event ohne Leistungsdruck blicken Veranstalter und Beteiligte bereits nach vorn: Im Jahr 2027 feiert Camp-Canis sein zehnjähriges Jubiläum in der Wingst. Unter dem Motto "Die Wingst soll brennen" dürfen sich Teilnehmer schon jetzt auf neue Hindernisse und ein Jubiläumsprogramm freuen.
Von Jürgen Lange
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