Immer öfter löst sich Inge von ihrer Mama.
Immer öfter löst sich Inge von ihrer Mama.
Seltene Schopfmangaben

Einzigartiger Nachwuchs im Waldzoo Wingst: Affenbaby Inge begeistert die Besucher

von Wiebke Kramp | 05.12.2025

Ein seltener Anblick in Europas Zoos: Im Waldzoo Wingst sorgt Schopfmangaben-Baby Inge neuerdings für Freude. Der Affen-Nachwuchs löst sich immer öfter von Mama Maggie und für den zwei Jahre älteren Bruder Niko gibt es zu Nikolaus eine Überraschung.

Mit ihrer Irokesenfrisur sind die Punks unter den Affen. Schopfmangaben sind eine absolute Seltenheit in Zoos. Sie kommen in Deutschland nur im Waldzoo Wingst vor. Und von dort gibt es eine Botschaft: Am 22. Oktober erblickte dort Baby Inge das Licht der Welt, die sich dieser Tage den Besuchern zunehmend losgelöst von ihrer Mama Maggie zeigt, die aber immer darauf achtet, dass das Jungtier in Griffweite bleibt. Inges zwei Jahre alter Bruder Niko feiert am Nikolaustag Geburtstag und darf sich am 6. Dezember um 13.30 Uhr über einen Überraschungsbesuch seines Namenspatrons Nikolaus freuen.

Wie der Wingster Zoochef Dr. Pierre Grothmann mitteilt, findet man Schopfmangaben äußerst selten in Tierparks: "Weltweit werden weniger als 100 Tiere gehalten. In Europa gibt es nur 53 Individuen in elf Zoos."

Gruppe besteht aus sechs Tieren

In der in Deutschland einmaligen Affengruppe in der Wingst leben heute neben Inge und Niko ihre heute 28 Jahre alte Oma Lisa, ihre acht Jahre alte Mutter Maggie, ihr Vater Obi, geboren am 23. Januar 2015 in Kerkrade in den Niederlanden, und seine ebenfalls dorther stammende sieben Jahre alte Halbschwester Safia.

Mama Maggie mit dem Affenbaby Inge. In Deutschland findet man Schopfmangaben ausschließlich im Wingster Waldzoo.

Beheimatet sind Schopfmangaben ausschließlich im Kongo. Dort leben die tagaktiven Baumbewohner im tropischen Regenwald. Sie sind mit den Meerkatzen verwandt. Die relativ schlanken Primaten haben lange Gliedmaßen und einen langen Schwanz. Ihr raues Fell ist schwarz gefärbt. Namensgebendes Merkmal ist der hohe, aufgerichtete Haarschopf. Sie erreichen eine Kopfrumpflänge von 40 bis 62 Zentimetern und eine Schwanzlänge von 55 bis 85 Zentimetern. Zwischen 6 und 8 Kilogramm liegt ihr Gewicht. Sie fressen gerne Früchte, Blüten und Blätter.

Die im Waldzoo Wingst geborene Mutter Maggie hatte vor acht Jahren einen schweren Start ins Leben. Sie wurde von Tierpfleger Michael Geyer mit der Hand aufgezogen, weil ihre Mutter Lisa sie nicht angenommen hatte. Später wurde sie dann wieder in die Familie integriert. Das klappte vorbildlich. Bereits um ihr erstes Baby Niko kümmerte sie sich fürsorglich und umhegt heute mit ebenso großer Affenliebe Baby Inge.

Motte, geboren im August 2014, wurde damals von der Tierpflegerin Sendy Pauly aus der Wingst mit der Hand aufgezogen. Er lebt heute in einem Zoo in Spanien und ist dort erfolgreich in der Zucht eingesetzt.

Nur zwei Jungtiere in ganz Europa

2025 wurden übrigens nur zwei Jungtiere in ganz Europa geboren - und zwar in der Wingst sowie in der Rio Safari Elche in Spanien. Und, wie Dr. Grothmann mitteilt, gibt es sogar eine direkte Verbindung zwischen den beiden Zoos. Motte, der hier am 10. August 2014 geboren wurde und ebenfalls mit der Hand aufgezogen werden musste, ist dort der Zuchtmann und hat schon insgesamt sieben Mal für Nachwuchs gesorgt, von denen sechs Kinder leben.

Aktionen im Advent

Im Zoo sind derzeit Adventswochen: bis Heiligabend reduzierter Eintritt für alle und täglich drei kurze Schaufütterungen. An allen Adventswochenenden findet ein kleiner, gemütlicher Weihnachtsmarkt im Zoo statt - sonnabends von 10 bis 18 Uhr, ab 15.30 Uhr freier Eintritt, 14 bis 16.30 Uhr Bastelwerkstatt und sonntags von 10 bis 16 Uhr. Am Sonnabend, 6. Dezember, kommt der Nikolaus um 13.30 Uhr in den Zoo mit einem Geburtstagsgeschenk für den Affen Niko.

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Wiebke Kramp

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

wkramp@no-spamcuxonline.de

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