Zoopädagogin Christin bietet in der Wingst auch inklusive Führungen an
Christin Ledermann verbindet ihre Leidenschaft für Tiere mit ihrer Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin und fördert die Umweltbildung im Waldzoo Wingst mit inklusiven Führungen und spannenden Workshops.


Man spürt es sofort: Christin Ledermann (31) ist eine warmherzige Person, die gern mit Menschen zu tun hat, und die Tiere liebt und gerne lacht. Gerade ist über das Abschlusszeugnis ihrer zweiten Ausbildung hochzufrieden. Mit der Traumnote 1,0 hat die frisch gebackene staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin ihr Examen bestanden. Und ihre neuen Erfahrungen bringt sie in direkte Verbindung mit ihrer ersten Lehre als Tierpflegerin, die sie im Zoo Gera in ihrer Heimat in Thüringen absolviert hat. Als Zoopädagogin im Waldzoo Wingst kommen Christin Ledermann ihre beiden erlernten Berufe zugute.
Vor zehn Jahren kam sie ins Cuxland, arbeitete zunächst im Natureum und jobbte bereits seit 2020 nebenbei im Wingster Zoo. Gestartet ist sie dort als Krankheitsvertretung in der Tierpflege. Später unterstützte sie in der Zoopädagogik und in der Lehrlingsausbildung und war auch an der Kasse zu finden, Die zurückliegenden Jahre lag Christina Ledermanns Fokus aber auf ihrer zweiten Ausbildung bei der Lebenshilfe in Hemmoor.
Beste Voraussetzung für ihren neuen Ganztagsjob als Zoopädagogin mit dem Fokus auf Umweltbildung. Dieser Bereich ist im Wingster Waldzoo vor kurzem vom Deutschen Wildgehege-Verband zertifiziert worden und wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert. Er darf sich "Tiergarten mit Bildungssiegel" nennen.
Sie bietet Workshops für Kinder und Jugendliche an, zu den Themen Alpakas, Tierpflege und Tiertraining. Nach den Ferien starten Zooschul-AGs in nahe gelegenen Grundschulen. Die in den zurückliegenden Jahren bereits gut etablierten Bildungselemente, wie die Kinder- und Erlebnis-Touren sollen durch sie weiter forciert werden. "Sie findet gut und leicht Zugang zu den Tieren, aber auch zu Kindern und Menschen mit besonderen Bedürfnissen", lobt der Zoochef ihre Fähigkeiten. "Die Führungen werden mit mir inklusiver", freut sich Christiun Lledermann. Sie hat Rollstuhl-, Rollator- oder auch nonverbale Führungen im Angebot und verknüpft dabei bewusst ihre Kenntnisse um Zootiere und Heilerziehung. Für die Workshops und besonderen Führungen sind Anmeldungen notwendig, um sie passgenau auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gruppe anzupassen.
Gemeinsam mit Kollegen arbeitet sie mit Tieren, um sie in der Zoopädagogik einsetzen zu können. "Schließlich sollen auch die Tiere daran Spaß haben." Egal ob Frettchen oder Alpaka, die Tiere müssen handzahm sein, aber lernen Signale zu senden, wenn es ihnen zu viel wird. Zurzeit bildet sie zwei Ziegen für die Zoopädagogik aus. "Tiertrainings sind mein", lacht die fröhliche Frau. Das gilt auch im Privatleben, einer der beiden Hunde ist als Behindertenhund ausgebildet und auch ihr Pony hat sie für pädagogische Arbeit trainiert. Christin Ledermann fühlt sich in der Wingst wohl, nicht nur im Zoo sondern auch als Wahlheimat, in der sie mit ihrem Partner und den Tieren gern lebt.
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