Zwei Badetote 2025 im Kreis Cuxhaven: Die DLRG warnt vor den Risiken im und am Wasser
Die DLRG hat die Ertrinkungszahlen für 2025 veröffentlicht. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat bundesweit im vergangenen Jahr 393 tödliche Unglücke in Gewässern verzeichnet. Das sind die Zahlen für den Kreis Cuxhaven.
Die DLRG hat die Ertrinkungszahlen für 2025 veröffentlicht. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat bundesweit im vergangenen Jahr 393 tödliche Unglücke in Gewässern verzeichnet. Das sind 18 Todesfälle weniger als im Jahr 2024. Die meisten Badeunfälle ereigneten sich im Juni.
In Niedersachsen gab es 47 Todesfälle. Auch im Kreis Cuxhaven kam es zu Zwischenfällen mit tödlichem Ausgang.
"In unserer Region und im DLRG-Bezirk Cuxhaven-Osterholz gab es 2025 zwei Tote durch Ertrinken. Dabei handelt es sich um einen Tauchunfall in Hemmoor und einen Unfall im Ahoi-Bad in Duhnen", teilte Ronny Budach, Leiter Öffentlichkeitsarbeit der DLRG Cuxhaven, mit.
Gefahren im und am Wasser oft unterschätzt
Eine Statistik über geglückte Rettungen gibt es in dieser Form nicht. Laut Einsatzstatistik sind die Ortsgruppen im Bezirk Cuxhaven-Osterholz jedoch siebenmal zu Einsätzen zur Lebensrettung und zweimal zu "Rettung vor dem Ertrinken" alarmiert worden. Die Zahl aller Einsätze zur Hilfeleistung bei Personen lag im mittleren dreistelligen Bereich.
Die DLRG-Ortsgruppe Cuxhaven wurde 2025 insgesamt 17-mal alarmiert, davon ging es neunmal um Personen im Wasser. Neben der DLRG gehören auch die Berufsfeuerwehr, die Freiwilligen Feuerwehren, die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), die Wasserschutzpolizei, die Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH und bei Bedarf auch der SAR-Hubschrauber der Marineflieger zur Rettungskette. Deren Einsätze werden nicht von der DLRG erfasst.
Damit es im Kreis Cuxhaven bei vergleichsweise niedrigen Einsatzzahlen bleibt, gibt es mit Blick auf die wärmere Jahreszeit einige Dinge zu beachten. Gefahren im und am Wasser werden oft unterschätzt: Gerade kleinere Kinder können schnell in unscheinbaren, flachen Gewässern - etwa in Gartenteichen, Planschbecken oder sogar Pfützen - ertrinken. Die DLRG setzt sich dafür ein, dass jeder Mensch sicher im Wasser ist. Wasser kann Freude bringen - aber nur, wenn wir ihm mit Respekt begegnen.
Starke Strömungen im Meer und in Flüssen
"Kinder müssen in der Nähe von Wasser immer beaufsichtigt werden, um Unfälle zu vermeiden", darauf weisen die Lebensretter immer wieder hin. Deshalb appelliert die DLRG an alle Eltern, insbesondere von Nichtschwimmer-Kindern: "Passt immer auf, wenn euer Kind im oder am Wasser ist. Schwimm- und Auftriebshilfen wie Schwimmflügel bieten keinen sicheren Schutz vor dem Ertrinken."
Es gilt: Schwimmen lernen ist die beste Versicherung gegen das Ertrinken. Ein Kind kann erst sicher schwimmen, wenn es mindestens die Anforderungen des Deutschen Schwimmabzeichens Bronze erfüllt.
Der Konsum von Alkohol beeinträchtigt das Urteilsvermögen und die Selbsteinschätzung. Dadurch steigt das Risiko, im Wasser in Schwierigkeiten zu geraten. Gerade an der Küste werden Strömungen häufig unterschätzt. So können selbst erfahrene Schwimmer in Gefahr geraten.
Wer eine Person im Wasser entdeckt, die Hilfe braucht, sollte schnell handeln. Ist die Badestelle unbeaufsichtigt, sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden. Zudem kann der Person ein Auftriebsgegenstand (z. B. Rettungsring, Ast o. Ä.) zugeworfen werden. Wichtig ist, sich dabei niemals selbst in Gefahr zu bringen. Wer diese einfachen Regeln beachtet, kann den Badespaß im Sommer sicher genießen.
