Kurz nach 9.15 Uhr heulten in Altenwalde die Sirenen. Die Freiwillige Feuerwehr Altenwalde rückte aus, um nahe dem Bahnübergang Heerstraße einen umgestürzten Baum von den Gleisen zu holen. Auch Stadtbrandmeister Dennis Joost war vor Ort. Foto: Feuerwehr Stadt Cuxhaven
Kurz nach 9.15 Uhr heulten in Altenwalde die Sirenen. Die Freiwillige Feuerwehr Altenwalde rückte aus, um nahe dem Bahnübergang Heerstraße einen umgestürzten Baum von den Gleisen zu holen. Auch Stadtbrandmeister Dennis Joost war vor Ort. Foto: Feuerwehr Stadt Cuxhaven
Böen zeigen punktuell Wirkung

Sturm im Kreis Cuxhaven: Baum im Gleisbett, Helgoland-Verkehr bleibt eingestellt

von Maren Reese-Winne | 25.03.2026

Zum Frühlingsauftakt wurde das Cuxland am Mittwoch ordentlich durchgepustet. Der Helgoland-Verkehr ruht und bleibt bis einschließlich Donnerstag eingestellt. Ein EVB-Zug musste unfreiwillig stehenbleiben.  

Bei Böen von bis zu zehn Beaufort (schwere Sturmböen) warnte der Deutsche Wetterdienst vor herabstürzenden Ästen und umherfliegenden Gegenständen.

Um 9.15 Uhr ging ein Notruf bei der Leitstelle der Cuxhavener Feuerwehr ein: Ein kleinerer Baum war nahe der Heerstraße in Altenbruch auf die Gleise gestürzt. Da die Kräfte der Berufsfeuerwehr bei einem Einsatz im Hafen gebunden waren, wurden die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Altenwalde alarmiert. 

Kurz nach 9.15 Uhr heulten in Altenwalde die Sirenen. Die Freiwillige Feuerwehr Altenwalde rückte aus, um nahe dem Bahnübergang Heerstraße einen umgestürzten Baum von den Gleisen zu holen. Auch Stadtbrandmeister Dennis Joost war vor Ort. Foto: Feuerwehr Stadt Cuxhaven

In 45 Minuten Gefahr beseitigt

Zusammen mit Stadtbrandmeister Dennis Joost zersägten sie den Baum und befreiten das Gleisbett von heruntergefallenen Ästen, während der Triebwagen der EVB auf freier Strecke wartete. Nach Auskunft des Wachleiters Thorsten Hass von der Berufsfeuerwehr Cuxhaven blieb der Bahnverkehr zwischen Cuxhaven und Nordholz während des rund 45-minütigen Einsatzes eingestellt.

Bei der Bahnunterführung im Franzenburger Weg in Altenwalde hielt dieser Baum den Böen nicht stand und kippte in eine Grundstückseinfahrt. Foto: Reese-Winne

Am Bahndamm in Franzenburg stürzte am Morgen in Höhe der Bahnunterführung ein Baum in eine private Grundstückszufahrt und versperrte diese komplett. 

Bei der Bahnunterführung im Franzenburger Weg in Altenwalde hielt dieser Baum den Böen nicht stand und kippte in eine Grundstückseinfahrt. Foto: Reese-Winne

Mutter mit Kinderwagen entgeht umstürzendem Baum

In Hemmoor stürzte am Morgen gegen 9.20 Uhr ein großer Baum quer über den Ziegeleiweg und blockierte die Fahrbahn vollständig. Kurz zuvor hatte dort noch eine junge Frau mit Kinderwagen den Bereich passiert und blieb glücklicherweise unverletzt. Die alarmierte Feuerwehr Basbeck rückte umgehend aus, zerkleinerte den Baum mit einer Motorsäge und räumte ihn mit vereinten Kräften von der Straße. Nach rund einer halben Stunde konnte die Fahrbahn wieder freigegeben werden.

Nahezu zeitgleich wurde auch die Feuerwehr Lamstedt zu einem umgestürzten Baum auf der Ortsstraße Richtung Wohlenbeck gerufen, musste jedoch nicht mehr eingreifen, da Anwohner das Hindernis bereits beseitigt hatten.

Die Einsatzkräfte zerkleinerten den Baum in Hemmoor und räumten die Straße innerhalb kurzer Zeit. Foto: Jürgen Lange

Keine Passagierschiffe von und nach Helgoland

Der Helgoland-Verkehr mit der MS "Helgoland" und dem Katamaran "Nordlicht" der Reederei Cassen Eils wurde für Mittwoch und Donnerstag komplett abgesagt. Das Wetter stoppt an beiden Tagen ebenfalls den Katamaran "Halunder Jet" der FRS Helgoline.

Die "Helgoland" blieb an ihrem Liegeplatz im Fährhafen und wird auch am Donnerstag nicht zur Hochseeinsel starten. Foto: Reese-Winne

Hinter der im Fährhafen dümpelnden "Helgoland" zeigte sich eine bewegte Elbe mit Wellengang und Schaumkronen. Das Hochwasser am späten Nachmittag und dem frühen Donnerstagmorgen  sollte allenfalls einen Dreiviertelmeter höher auflaufen als das mittlere Tidehochwasser.  

Der Schiffsverkehr bewegte sich scheinbar ungerührt auf Hamburg zu. Sogar eine Segelyacht trotzte Sturmböen und Wellen. Foto: Reese-Winne

Für den restlichen Mittwoch gilt weiterhin eine Starkwindwarnung des Seewetterdienstes Hamburg für die deutsche Nordseeküste mit Wind aus West bis Nordwest in der Stärke von sechs bis sieben, in Böen zehn Beaufort. Der Deutsche Wetterdienst hält bis zum Donnerstagmorgen für den Kreis Cuxhaven eine amtliche Warnung vor Sturmböen aufrecht. (jl)

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Maren Reese-Winne

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

reese-winne@no-spamcnv-medien.de

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