Das Areal der künftigen Produktionsstätte der Titan Wind Energy GmbH  für den Bau von Monopiles im Cuxhavener Offshore-Hafen. Foto: Carsten Bruns
Das Areal der künftigen Produktionsstätte der Titan Wind Energy GmbH für den Bau von Monopiles im Cuxhavener Offshore-Hafen. Foto: Carsten Bruns
Titan Wind Energy

Mega-Investition im Cuxhavener Offshore-Hafen: Hier entstehen bald 600 Arbeitsplätze

von Ulrich Rohde | 25.06.2024

Monatelang hüllte sich die Titan Gruppe in Schweigen, was die Investition in den Cuxhavener Standort und den Beginn der Monopile-Produktion angeht. Nun hat das Unternehmen seine Entscheidung bekannt gegeben. Für die Stadt ist es eine gute Nachricht.

Titan Wind Energy hat am Montag die endgültige Investitionsentscheidung für den Bau ihrer Produktionsanlage für Monopiles in Cuxhaven getroffen. Die Investitionen belaufen sich auf bis zu 300 Millionen Euro. Die Produktion soll 2025 anlaufen.

Hergestellt werden in Cuxhaven Monopiles mit einem Durchmesser von bis zu 14 Metern, einer Länge von 140 Metern und einem Gewicht von 3500 Tonnen, um die internationalen Ausbauziele der Offshore-Windenergie zu erreichen. Es werden mehr als 600 Arbeitsplätze am Standort geschaffen, heißt es seitens des Unternehmens. Die neue Produktionsanlage von Titan Wind Energy werde zu den modernsten der Welt gehören.
Schon jetzt ist die Schwerlast-Lagerfläche von Titan an der Baumrönne erkennbar. Titan Wind Energy errichtet die Außenlagerfläche auf zwei Flurstücken östlich der Baumrönne. Die Fläche umfasst 32 Hektar und soll für die Annahme, Lagerung und den Umschlag von Maschinenteilen für Offshore-Windenergieanlagen genutzt werden. Die Monopiles (Fundamentform für Offshore-Windkraftanlagen) sollen in der angrenzenden Halle von Titan gefertigt werden.

Mehr als 500.000 Tonnen 
Produktionskapazität

Mit einer jährlichen Produktionskapazität von mehr als 500.000 Tonnen will die Titan Wind Energy GmbH die Offshore-Windmärkte in der Nord- und Ostsee sowie in den USA beliefern. Der Bau des Werks soll Mitte dieses Jahres beginnen. Dazu gehören zwei Hallen zum Schweißen und Beschichten sowie die Vorbereitung der Böden für die hohen Belastungen aus der Monopile-Produktion. Voraussetzungen für die Pläne der Titan Gruppe seien die guten Hafenbedingungen und der benötigte Platz, der nicht nur für die Produktion von Monopiles, sondern auch für deren Lagerung und Logistik ideal sei,

Junxu Yan, Gründer und CEO der Titan Gruppe, sagt: "Die Investitionsentscheidung für die Titan Wind Energy GmbH in Cuxhaven ist ein wichtiger Schritt in unserer langfristigen globalen Offshore-Wind-Expansionsstrategie. Die Offshore-Windenergie steht vor der Herausforderung, dass die Kapazitäten in der Lieferkette begrenzt sind."
Stefan Wenzel (Grüne), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, ist überzeugt: "Die Investitionsentscheidung für die Titan Wind Energy GmbH in Cuxhaven ist wichtig, um die dringend benötigten Produktionskapazitäten für die Offshore-Windindustrie in Deutschland und Europa zu erhöhen und gleichzeitig ein wesentlicher Schritt für die industrielle Transformation in Deutschland."

Lies: "Die Nordsee wird
 unser Powerhouse"

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) spricht von einer wichtigen Richtungsentscheidung: "Vor einigen Wochen konnten wir gemeinsam mit dem Bund die Finanzierung der neuen Offshore-Liegeplätze fixieren. Das ist nun der nächste Schritt, der vor allem zeigt: Transformation und Energiewende bedeuten nicht nur eine unabhängige, saubere und dauerhaft günstige Energieversorgung. Sie bedeuten auch neue, gute Arbeitsplätze. Wir bauen hier im Norden unsere Häfen zum neuen energiepolitischen Herz Deutschlands aus. Die Nordsee wird unser Powerhouse mit Cuxhaven in der zentralen Position."

Cuxhavens Oberbürgermeister Uwe Santjer (SPD) begrüßt die Investition: "Das 300 Millionen-Investment und die Schaffung von Arbeitsplätzen stärkt die Position des Deutschen Offshore Industrie Zentrums (DOIZ). Cuxhaven wird seine internationale Funktion, insbesondere als Produktionsstandort, stärken. Außerdem werden sich Synergieeffekte als Marshalling-Harbour ergeben und Cuxhaven als europäischer Offshore-Hub im Markt weiter positionieren."

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Ulrich Rohde

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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