Hamburger Werft Blohm + Voss übergibt Baggerschiff "Osteriff" an den Bund
Die Hamburger Werft Blohm + Voss hat den Hopperbagger "Osteriff" an die Bundesverwaltung übergeben. Das 133 Meter lange Schiff soll in der Elbe, Jade und Weser Fahrrinnen unterhalten. Ursprünglich sollte das Schiff bereits 2019 fertiggestellt sein.
Die Hamburger Schiffswerft Blohm + Voss hat den Hopperbagger "Osteriff", das nach eigenen Angaben mit modernster Technik ausgerüstete Baggerschiff, am Dienstag fristgerecht an die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes übergeben.
Der 133 Meter lange Hopperbagger verfügt über einen diesel-elektrischen Antrieb mit zwei Bugstrahlern und ist für das Ausbaggern von Fahrrinnen ausgelegt. Bereedert wird das in Wilhelmshaven stationierte Spezialschiff durch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser-Jade-Nordsee.
"Höchste technische Standards" erfüllt
"Wir freuen uns sehr, unserem Kunden heute termingerecht ein Schiff zu übergeben, das die höchsten technischen Standards für effiziente und ressourcenschonende Saugbaggerarbeiten erfüllt. Alle Herausforderungen, die mit der Übernahme eines so technisch anspruchsvollen Projektes einhergehen, haben wir als Team erfolgreich gemeistert. Ich bin dankbar und stolz für die herausragenden Leistungen aller Mitarbeitenden", sagte Dr. Nils Moser, Geschäftsführer von Blohm+Voss. Der Hamburger Standort der Werftengruppe NVL hatte das Neubauprojekt im Jahr 2022 auf Anfrage des Bundes von der früheren, insolventen Sietas Werft übernommen. "Unser Dank gilt vor allem der guten und konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Eignervertreter und der Fachstelle Maschinenwesen Nord beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Nord-Ostsee-Kanal", so Moser.
Einsatzgebiet in Elbe, Weser und Jade
Der Hopperbagger verfügt mit einem Ladevolumen von 7500 Kubikmeter über eine enorm hohe Transportkapazität und lässt sich dank modernem Z-Antriebssystem - das Z meint die Form des Antriebsstrangs - auf der Stelle um 360 Grad drehen. Die fünf Hauptmotoren sind mit einem speziellen DC-Powermanagement ausgestattet, das es der Besatzung ermöglicht, eine dem Verbrauch entsprechende Anzahl von Motoren zuzuschalten. Damit arbeitet das Schiff immer in einem optimalen Betriebspunkt. Zum künftigen Einsatzgebiet gehören Elbe, Jade und Weser.
Ursprünglich sollte die "Osteriff" im Auftrag des Bundes bereits 2019 durch die damalige Pella-Sietas Werft fertiggestellt werden. Als Kosten waren dafür 95 Millionen Euro veranschlagt. Damit Blohm + Voss das Schiff betriebsbereit ausrüsten konnte, musste der Bund noch einmal 47 Millionen Euro nachschießen. Die "Osteriff" soll in der Lage sein, jährlich bis zu 7,5 Millionen Kubikmeter Sand und Schlick aus den Bundeswasserstraßen zu baggern und wird den rund 45 Jahre alten Bagger "Nordsee" ersetzen.