Maschinenprobleme auf der Elbe: Seenotretter bringen Segelboot nach Cuxhaven
Am Montag (27. Juli) wurde die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger zu einem Einsatz auf der Elbe alarmiert. Ein Segelboot war manövrierunfähig und drohte zu einem Risiko für die Schifffahrt zu werden. Die "Anneliese Kramer" rückte aus.
Gemeldet worden war ein Segelboot auf dem Weg in die Niederlande, das aufgrund von Maschinenproblemen Schwierigkeiten mit dem manövrieren hatte.
"Es handelte sich also um eine technische Hilfeleistung", berichtet DGzRS-Pressesprecher Christian Stipeldey auf Nachfrage unseres Medienhauses. Um 17.42 Uhr erreichte das Tochterboot der "Anneliese Kramer" gemeinsam mit dem Segelboot den Hafen in Cuxhaven. Zunächst hatte ein Sportboot Hilfe geleistet und verhindert, dass das Segelboot abtrieb. Anschließend übernahmen die Seenotretter aus Cuxhaven den Havaristen.
Kreuzfahrtgäste beobachten den Abschleppvorgang
Beobachten konnten den Einsatz auch die Gäste des Kreuzfahrtschiffes "Deutschland", das kurz vor dem Ablegen stand. Das unter niederländischer Flagge fahrende Segelboot war mit zwei Personen besetzt und befand sich nach einem Ostsee-Urlaub auf der Rückreise in die Heimat.
Auch wenn es sich lediglich um einen technischen Defekt handelte, kann ein manövrierunfähiges Segelboot auf der Elbe schnell zu einem Sicherheitsrisiko werden. Die Elbmündung zählt zu den am stärksten befahrenen Schifffahrtswegen der Welt. Deshalb rücken die Seenotretter auch bei solchen Einsätzen zügig aus.
"Anneliese Kramer" zurück aus der Werft
Erst seit einer Woche ist die "Anneliese Kramer" wieder in Cuxhaven. Zuletzt war der Seenotrettungskreuzer über vier Monaten in der Werft. Während dieser Zeit übernahm die "Hans Hackmack" die Station in Cuxhaven. Sie wurde 1996 auf der Schweers-Werft in Bardenfleth gebaut. Stationiert war sie zunächst in Büsum. Seit 2021 ist sie auf wechselnden Stationen im Einsatz.
Jetzt ist die "Anneliese Kramer" zurück. Die Brücke hat neue Instrumente erhalten. Das Schiff ist inzwischen neun Jahre alt. Deshalb gab es in der Werft unter anderem neue Monitore und elektronische Seekarten. Die gesamte Kabellage wurde erneuert. Außerdem wurden die Ruderblätter vergrößert, um den Seenotrettungskreuzer noch manövrierfähiger zu machen. Zudem wurde die Wärmebildkamera im Mast des Kreuzers mit einem neuen Rechner und KI ausgestattet. Sie soll künftig automatisch Objekte erkennen, Schiffe von Motorbooten unterscheiden und auch Robben von potenziellen Personen in Seenot. Früher musste dafür ständig jemand den Bildschirm beobachten.
Dem zehnjährigen Jubiläum im kommenden Jahr steht nun nichts mehr im Weg. Bis zum Sonntagnachmittag kamen trotz des Regens Hunderte Besucher.
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