Die "Lütt Matten" in Fahrt. Foto: Otto Wulf
Die "Lütt Matten" in Fahrt. Foto: Otto Wulf
Taufe in Sassnitz

Neues Ölbekämpfungsschiff "Lütt Matten" - Betrieb liegt in Cuxhavener Händen

von Tim Larschow | 12.03.2026

Das neue Ölbekämpfungs- und Mehrzweckschiff "Lütt Matten" ist offiziell im Dienst. Damit steht dem Havariekommando mit Sitz in Cuxhaven ein modernes und leistungsfähiges Einsatzmittel für die Bekämpfung von Meeresverschmutzungen zur Verfügung. 

Die Probefahrten des Neubaus aus der niederländischen Damen-Werft in Gorinchem waren erfolgreich. Das Schiff geht nun in treuhänderisches Eigentum des Landes Mecklenburg-Vorpommern über und wird künftig in Sassnitz stationiert. Doch was hat das mit Cuxhaven zu tun?

Die "Lütt Matten" wurde als modernes Ölbekämpfungs- und Mehrzweckarbeitsschiff konzipiert. Das rund 24 Meter lange und neun Meter breite Spezialschiff ist mit einem modernen Ölauffangsystem, einem leistungsstarken Kran, einem Schlepphaken und einer Schwerlastwinde ausgestattet, die unter anderem Bergungs- und Schleppaufgaben ermöglichen. Dank eines Tiefgangs von rund zwei Metern kann es auch in flachen Küstengewässern eingesetzt werden.

Feierliche Schiffstaufe im Hafen von Sassnitz 

Neben der Schadstoffunfallbekämpfung kann das Schiff noch mehr - etwa bei der Ankerbergung, bei Transportaufgaben oder bei unterstützenden Tätigkeiten auf See. Insbesondere soll die "Lütt Matten" aber auch für Gewässermonitoring-Aufgaben eingesetzt werden. Hierfür verfügt das Schiff über einen sogenannten Moonpool, eine Öffnung im Rumpf des Schiffes, die das Aussetzen spezieller Messsonden erlaubt.

"Mit der 'Lütt Matten‘ erhalten wir ein modernes und vielseitiges Schiff, das die maritime Notfallvorsorge in der östlichen Ostsee nachhaltig stärken wird", so der Leiter des Havariekommandos, Dr. Robby Renner.

Der nautische und technische Betrieb erfolgt durch die Cuxhavener Schlepp- und Bergungsreederei Otto Wulf sowie durch Pegasus Shipping. Im Alltagsbetrieb kann das Schiff so für gewerbliche Aufträge eingesetzt werden, wodurch die laufenden Kosten für die öffentliche Hand reduziert werden.

Im Einsatzfall steht das Schiff dem Land und dem Havariekommando zur Verfügung und muss innerhalb von zwei Stunden bereitgestellt werden.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 8,2 Millionen Euro, die von den Küstenländern im Rahmen der Bund-Länder-Vereinbarung zur Bekämpfung von Meeresverschmutzungen entsprechend ihrer Anteile getragen werden.

Die feierliche Schiffstaufe und Indienststellung der "Lütt Matten" finden am Donnerstag, (12. März 2026) im Hafen von Sassnitz gefeiert.

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Tim Larschow

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