Philipp Hympendahl zurück in Cuxhaven: 2300 Seemeilen allein für den großen Traum
Philipp Hympendahl hat seine Qualifikation für die Global Solo Challenge beendet. Nach 2300 Seemeilen rund um Großbritannien und Irland kehrte der Segler am Samstagabend nach drei Wochen in seinen Basishafen Cuxhaven zurück. So geht es jetzt weiter.
Philipp Hympendahls Qualifikation für die Global Solo Challenge war eine Herausforderung. Von Cuxhaven aus umrundete der Segler im Uhrzeigersinn Großbritannien und Irland, passierte die Scilly-Inseln und die Shetlandinseln und kehrte schließlich nach Cuxhaven zurück. Am Samstagabend erreichte er wieder seinen Basishafen - genau drei Wochen nach seinem Start am 1. August.
Empfangen wurde Hympendahl nach 2300 Seemeilen von Heiko Horch, Hafenmeister der City Marina Cuxhaven. Zur Begrüßung gab es ein Krabbenbrötchen. Sichtlich erschöpft und hungrig kam der Segler im Hafen an.
"Es gibt natürlich noch Optimierungsbedarf"
"Nonstop rund um England, Irland und wieder zurück, das dürfte einer der, wenn nicht sogar der längste Solo-Nonstop-Törn sein, der jemals von und nach Cuxhaven gemacht wurde", erzählt er im Gespräch.
Von seinem Liegeplatz hinter der Klappbrücke nahm Hympendahl zunächst Kurs auf die Shetlandinseln. Starke Winde veranlassten ihn jedoch, seine Planung zu ändern und die Britischen Inseln im Uhrzeigersinn zu umrunden.
Bei der Reise ging es nicht nur um die für die Qualifikation vorgeschriebene Distanz von 2000 Seemeilen. Hympendahl wollte auch die Anfang 2026 gekaufte "African Queen", eine Sigma 36, auf Herz und Nieren prüfen.
"Es gibt natürlich noch Optimierungsbedarf, aber ich habe das Boot auf dieser Tour erst richtig kennengelernt. Es war aber vieles sehr positiv", sagt er. Die größten Herausforderungen, so Hympendahl, seien der Schlafmangel, das schwierige Revier, Sandbänke, Bohrinseln, Fischer und die Tide gewesen. "Es waren ständig wechselnde Bedingungen. Das hat noch kein Deutscher geschafft."

"So bin ich auch über seine YouTube-Videos auf Philipp aufmerksam geworden. Vor vier Jahren kam er einmal im Winter nach Cuxhaven", erinnert sich Horch. Damals hätten sich beide allerdings verpasst. Horch machte Hympendahl schließlich das Angebot, für die Vorbereitung auf die Global Solo Challenge kostenlos seine Basis in der City Marina Cuxhaven einzurichten.
Dadurch laufen die Vorbereitungen in Cuxhaven weiter auf Hochtouren, und das große Ziel rückt näher: Kap der Guten Hoffnung, Kap Leeuwin und Kap Hoorn - auf den Spuren der berühmten Vendée Globe.
"Ich kann mit diesem Boot sogar die Regatta gewinnen, aber dafür brauche ich ein gewisses Budget", sagt Hympendahl. Noch fehlt der große Sponsor für das Abenteuer.
Die Teilnahme an der Global Solo Challenge
Mit einem kleinen Boot überquerte er bereits zweimal den Atlantik. Dazu kommt die Solo-Nonstop-Umrundung von England und Irland als erster Deutscher. Jetzt soll die Teilnahme an der Global Solo Challenge (GSC) folgen.
Das Besondere an der GSC ist, dass in verschiedenen Bootsklassen gestartet werden kann - sowohl mit Verdrängern als auch mit Gleitern unterschiedlicher Größe. Die schnelleren Boote starten später, sodass ein fairer Wettkampf entsteht. Am Ende gewinnt das erste Boot, das zuerst wieder in Vigo (Portugal) einläuft.
"Ich habe ein verhältnismäßig langsames Boot und starte daher als einer der Ersten, etwa zwischen August und September im kommenden Jahr", sagt er. Insgesamt gibt es drei Regatten, die um die Welt führen: die Vendée Globe, bei der auch der deutsche Profisegler Boris Herrmann mit seinem neuen Boot startet, das Golden Globe Race und die Global Solo Challenge (GSC), an der Philipp Hympendahl teilnehmen wird.
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