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Die Hermann Marwede ist der größte Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger und gilt als einer der leistungsfähigsten seiner Art. Foto: DGzRS/Zoll
Die Hermann Marwede ist der größte Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger und gilt als einer der leistungsfähigsten seiner Art. Foto: DGzRS/Zoll
Die Seenotretter

Rettung auf See: Seemann nach medizinischem Notfall nach Helgoland gebracht

von Redaktion | 10.03.2026 Zuletzt aktualisiert: 02.09.2026 13:19 Uhr

Die Seenotretter der Station Deutsche Bucht/Helgoland der DGzRS und die Besatzung des Zollschiffes "Borkum" waren in der Nacht von Sonntag auf Montag (8. und 9. März) im Einsatz. Ein Seemann musste schnell in ein Krankenhaus gebracht werden.

Grund für den Einsatz der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) war der Seemann eines Offshore-Versorgers. Nach einer schweren allergischen Reaktion musste der Mann dringend in einem Krankenhaus versorgt werden. Der Kapitän des Offshore-Versorgers hatte sich in der Nacht bei der von der DGzRS betriebenen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) Bremen, gemeldet.

Hubschraubereinsatz war nicht möglich

Nach Beratung durch den medizinischen Arbeitsplatz im MRCC Bremen wurde zunächst eine Abholung des Seemanns per Hubschrauber vorgesehen. Aufgrund der Wetterlage an den möglichen Hubschrauberstartpunkten kam dies jedoch nicht infrage. Der Arbeitsplatz wird durch erfahrene Notfallsanitäter der Johanniter besetzt. Ihre Funktion ist es, die Besatzungen der DGzRS medizinisch zu beraten. Sie koordinieren bei SAR-Fällen (Search and Rescue) und medizinischen Notfällen, insbesondere für Offshore-Windparks, Plattformen und Schiffe.

Der Seemann kam in das Inselkrankenhaus 

Alarmiert wurde der Seenotrettungskreuzer "Hermann Marwede" auf der Insel Helgoland. Im Revier des Offshore-Versorgers befand sich auch das Zollschiff "Borkum", das dem MRCC Bremen sofort Unterstützung anbot. An Bord befand sich ein Rettungssanitäter. Die "Borkum" übernahm den Seemann und fuhr der "Hermann Marwede" entgegen, die einen freiwilligen Seenotarzt an Bord hatte. Etwa 50 Seemeilen von Helgoland entfernt (90 Kilometer) trafen sich die beiden Schiffe. Mit dem Tochterboot der "Borkum" wurde der Patient zum Seenotrettungskreuzer gebracht. Der Zustand des Seemanns war zu diesem Zeitpunkt ernst, aber stabil, teilte die DGzRS mit.

Der Arzt übernahm im Bordhospital des Seenotrettungskreuzers die weitere medizinische Versorgung. Gegen 3.30 Uhr wurde der Seemann ins Inselkrankenhaus Helgoland eingeliefert.

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