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Tochterboot "Verena" des Seenotrettungskreuzers "Hermann Marwede" auf der aufgewühlten Nordsee im Einsatz für eine stark unterkühlte Frau an Bord einer Segeljacht. Foto: Die Seenotretter – DGzRS
Tochterboot "Verena" des Seenotrettungskreuzers "Hermann Marwede" auf der aufgewühlten Nordsee im Einsatz für eine stark unterkühlte Frau an Bord einer Segeljacht. Foto: Die Seenotretter – DGzRS
Notfall auf Segeljacht

Rettung vor Helgoland: Unterkühlte Seglerin bei drei Meter hohen Wellen geborgen

von Redaktion | 18.09.2026 Zuletzt aktualisiert: 18.09.2026 16:39 Uhr

Dramatischer Einsatz in der Deutschen Bucht: Eine Seglerin ist vor Helgoland stark unterkühlt und musste medizinisch versorgt werden. Bei meterhohen Wellen waren ein Seenotrettungskreuzer, ein Rettungshubschrauber und ein Notschlepper im Einsatz.

Eine stark unterkühlte Seglerin ist am Freitag (18. September 2026) in der Deutschen Bucht von Seenotrettern versorgt und nach Helgoland gebracht worden. Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilt, waren neben dem Seenotrettungskreuzer "Hermann Marwede" auch ein Rettungshubschrauber und der Notschlepper "Nordic" im Einsatz.

Notruf von Segeljacht nordöstlich von Helgoland

Nach Angaben der DGzRS setzte die Besatzung einer Segeljacht gegen 11.40 Uhr über den internationalen UKW-Sprechfunk-Not- und -Anrufkanal 16 einen Notruf ab. Das knapp zwölf Meter lange Boot mit sechs Menschen an Bord befand sich zu diesem Zeitpunkt rund neun Seemeilen nordöstlich von Helgoland.

Drei Besatzungsmitglieder litten laut DGzRS unter starker Seekrankheit. Besonders geschwächt sei eine etwa 35 Jahre alte Frau gewesen, die bereits Anzeichen einer Dehydrierung gezeigt habe.

Die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, alarmierte daraufhin den auf Helgoland stationierten Seenotrettungskreuzer "Hermann Marwede". Zusätzlich wurde nach Angaben der Seenotretter ein Rettungshubschrauber von NHC Northern Helicopter angefordert.

Hohe Wellen verhindern direkte Hilfe aus der Luft

Der Hubschrauber erreichte die Segeljacht laut DGzRS kurz vor dem Seenotrettungskreuzer. Bei westlichem Wind mit etwa sechs Beaufort und rund drei Meter hohen Wellen sei es jedoch nicht möglich gewesen, medizinisches Personal direkt auf die stark im Seegang bewegte Jacht abzuseilen. Notarzt und Notfallsanitäter seien deshalb zunächst per Seilwinde auf der "Hermann Marwede" abgesetzt worden.

Unterdessen habe sich der Zustand der 35-Jährigen weiter verschlechtert, berichtete die DGzRS. Die Frau sei stark unterkühlt gewesen, obwohl ihre Mitsegler sie bereits in Wärme- und Wolldecken eingehüllt hätten.

Mit dem Tochterboot "Verena" brachten die Seenotretter das medizinische Team anschließend zur Segeljacht. Unterstützung erhielten sie dabei nach Angaben der DGzRS vom Notschlepper "Nordic". Das vom Bundesverkehrsministerium gecharterte Schiff habe der Jacht Windschutz gegeben und damit das Längsseitsgehen des Tochterbootes bei dem starken Seegang erleichtert.

Seenotretter bringen unterkühlte Seglerin an Land

Nach einer ersten medizinischen Untersuchung wurde die Seglerin laut DGzRS auf die "Verena" übernommen und anschließend zur "Hermann Marwede" gebracht. Wegen der herrschenden Seegangsverhältnisse sei die Übernahme der Patientin anspruchsvoll gewesen.

Im Bordhospital des Seenotrettungskreuzers setzte das medizinische Team die Versorgung der Frau fort. Nach der Ankunft auf Helgoland wurde die Patientin nach Angaben der DGzRS an den Landrettungsdienst übergeben und ins Inselkrankenhaus gebracht.

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