Das Mehrzweckschiff "Neuwerk" beim Eisbrechen auf der Ostsee vor der Insel Rügen. Foto: Büttner/dpa
Das Mehrzweckschiff "Neuwerk" beim Eisbrechen auf der Ostsee vor der Insel Rügen. Foto: Büttner/dpa
Reparatur läuft

Schaden beim Eisbrechen in der Ostsee: Mehrzweckschiff "Neuwerk" wird repariert

von Tim Larschow | 24.02.2026

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hat das Fahrwasser vor Rügen und damit zum LNG-Terminal eisfrei gehalten. Im Einsatz waren die Spezialschiffe des Bundes. Die in Cuxhaven stationierte "Neuwerk" musste den Einsatz abbrechen.

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) war in mehreren Einsätzen damit befasst, das Fahrwasser im Bereich Rügen vor Mukran und damit zum LNG-Terminal eisfrei zu halten. Ziel der Maßnahmen war es, die Ein- und Ausfahrt von Schiffen zu unterstützen und die Sicherheit der Schifffahrt zu gewährleisten.

Am Mittwochnachmittag konnte etwa der mit Flüssigerdgas beladene LNG-Tanker "Minerva Amorgos" schließlich im Hafen Mukran einlaufen. Zuvor hatte das Schiff mehr als zwei Wochen östlich von Rügen auf Reede gelegen, da Eis und schwierige Wetterbedingungen eine Einfahrt verhinderten. Erst durch den Einsatz des Mehrzweckschiffes "Mellum", das vorher in der Prorer Wiek das Eis aufbrach und die Fahrrinne freimachte, wurde der Weg in den Hafen möglich. Schlepper begleiteten den Tanker beim Einlaufen und unterstützten die sichere Passage.

Die leistungsstarken Spezialschiffe des Bundes

Ursprünglich war das Mehrzweckschiff "Neuwerk" für den Eisbrecher-Einsatz vorgesehen, musste jedoch wegen eines Maschinenschadens in den Heimathafen nach Cuxhaven zurückkehren. Der anhaltende Ostwind hatte die Eisschollen wochenlang zusammengeschoben, sodass leistungsstarke Spezialschiffe des Bundes erforderlich waren, um die Schifffahrtswege freizuhalten.

Auf Nachfrage des Medienhauses erklärte das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA), dass die Reparaturarbeiten an der "Neuwerk" noch andauern. "Der Defekt am Generator an einer der Hauptmaschinen hat sich bestätigt, sodass dieser instandgesetzt werden muss. Die Experten rechnen mit einem Abschluss der Arbeiten zum Ende der Woche", sagte Kai Ewers von der Fachgebietsleitung Schifffahrt beim WSV.

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