Der frühe Vogel und ich - eine komplizierte Beziehung
Seit Jahrzehnten begeistert die Kolumne "Moin Cuxhaven" die Leserinnen und Leser der Cuxhavener Nachrichten. Inzwischen sorgt die Rubrik auch auf cnv-medien.de für Unterhaltung und Information. Heute: Vom Langschläfer zum Frühaufsteher?
Ich gehöre definitiv nicht zu den Menschen, die morgens um 6 Uhr aufspringen, als hätten sie im Schlaf einen Motivationspodcast gehört. Wenn mein Wecker klingelt, heißt es eher: Muss das wirklich sein? Und dann gibt es die Menschen, die stehen freiwillig früh auf und gehen sogar joggen. Manchmal wäre ich auch gern so. So strukturiert, diszipliniert und wach. Also habe ich nachgeschaut, wie man zum Frühaufsteher wird. Der erste Tipp: Den Wecker jeden Tag ein bisschen früher stellen (eine Minute oder fünf) - und schon steht man nach einem Monat deutlich früher auf.
Zweiter Tipp: Die Schlummertaste ignorieren. Ganz ehrlich? Die Snooze-Taste ist meine morgendliche Begleitung. Ohne sie würde mir bestimmt was fehlen. Dann heißt es noch, den Wecker ans andere Ende des Zimmers zu stellen, damit man aufstehen muss. Klappt aber nur, wenn man sich danach nicht wieder hinlegt. Es gibt sogar Wecker, die erst Ruhe geben, wenn man Matheaufgaben löst oder sich bewegt. Kein schöner Gedanke. Am Ende läuft alles auf denselben Punkt hinaus: Man muss seinen inneren Schweinehund überwinden. Disziplin. Durchziehen. Dranbleiben. Angeblich wird es mit der Zeit leichter. Ich werde noch einmal eine Nacht darüber schlafen - und vielleicht werde ich irgendwann so jemand, der um 6 Uhr aufsteht und den Tag begrüßt. Ob das dann eine Freude für alle ist, bezweifle ich allerdings.