Frühjahrsmüdigkeit - ein kultureller Mythos
Seit Jahren begeistert die Kolumne "Moin Cuxhaven" die Leserinnen und Leser der Cuxhavener Nachrichten und der Niederelbe-Zeitung. Inzwischen sorgt die Rubrik auch auf cnv-medien.de für Unterhaltung. Heute: Frühjahrsmüdigkeit
Sieben Stunden Schlaf und beim Weckerklingeln fühle ich mich, als hätte mich ein Bus angefahren. Die Frühjahrsmüdigkeit muss voll zugeschlagen haben.
Wissenschaftler haben jetzt aber herausgefunden, dass diese gar nicht belegt werden kann. Die Ergebnisse der neuen Studie deuten viel mehr darauf hin, dass es sich bei der Frühjahrsmüdigkeit um ein kulturelles Phänomen handelt. Die Schlafforscherin Blume war auf die Idee zur Studie gekommen, weil Journalisten sie regelmäßig nach dem Ende des Winters kontaktierten, um Frühjahrsmüdigkeit zu erläutern. Über ein Jahr wurden Probanden alle sechs Wochen kontaktiert. Die Befragten mussten angeben, wie erschöpft sie sich in den vergangenen vier Wochen gefühlt hatten, wie schläfrig sie während des Tages waren und wie die Schlafqualität gewesen war.
Das Ergebnis: Es konnte kein Unterschied zwischen einzelnen Monaten oder Jahreszeiten ausgemacht werden. Im Ausland ist dieses Phänomen sogar gänzlich unbekannt. Dort spricht man eher von "Spring Fever", also dem Frühlingsfieber, das sich durch Energie auszeichnet.
Ich bleibe also hoffnungsvoll, dass sich diese Energie auch in mir ausbreitet und mich das "Spring Fever" packt und jegliche Müdigkeit vertreibt.