Poesie zum bald beginnenden Frühling
Seit vielen Jahren begeistert die Kolumne "Moin Cuxhaven" die Leserinnen und Leser der Cuxhavener Nachrichten. Inzwischen sorgt die Rubrik auch auf cnv-medien.de für Unterhaltung und Information. Heute: Frühlingspoesie.
Endlich. Der Frühling ist in Sicht - in wenigen Tagen ist am 1. März meteorologischer Frühlingsbeginn, und die Temperaturen klettern schon diese Woche in den zweistelligen Bereich. Jetzt muss nur noch die Sonne es schaffen, den Grauschleier wegzuschieben. Frühling war und ist immer eine Jahreszeit für Poeten, in blühenden Worten zu sprechen. Gedichte wie Eduard von Mörikes "Er ist's" mit der ersten Zeile "Frühling lässt sein blaues Band" haben sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. Viele andere Dichter huldigen den Lenz. Bei Heinrich Heine heißt es:
Leise zieht durch mein Gemüt
Liebliches Geläute.
Und Ludwig Uhland schwärmt:
Saatengrün, Veilchenduft,
Lerchenwirbel, Amselschlag,
Sonnenregen, linde Luft!
Joachim Ringelnatz' Gedicht "Frühling" ist als eine Verheißung auf üppige Tage zu verstehen:
Die Bäume im Ofen lodern.
Die Vögel locken am Grill.
Die Sonnenschirme vermodern.
Im übrigen ist es still.
Es stecken die Spargel aus Dosen
Die zarten Köpfchen hervor.
Bunt ranken sich künstliche Rosen
in Faschingsgirlanden empor.
Ein Etwas, wie Glockenklingen,
den Oberkellner bewegt,
mir tausend Eier zu bringen,
von Osterstören gelegt.
Ein süßer Duft von Havanna
verweht in ringelnder Spur.
Ich fühle an meiner Susanna
erwachende neue Natur.
Es lohnt sich manchmal, zu lieben,
was kommt, nicht ist oder war.
Ein Frühlingsgedicht, geschrieben
im kältesten Februar …